Aktivist ADW Capital drängt Driven Brands zu Verkauf oder Aufspaltung
Hedgefonds ADW Capital hält 2,5 Prozent an Driven Brands und fordert strategische Alternativen vom Meineke-Eigentümer.

Der aktivistische Hedgefonds ADW Capital von Investor Adam Wyden macht Druck auf Driven Brands, den Eigentümer der Autowerkstattkette Meineke. In einem Schreiben, das dem Wall Street Journal vorlag, fordert ADW Capital das Unternehmen auf, einen Verkauf oder eine Aufspaltung zu prüfen. ADW hält derzeit rund 2,5 Prozent der Anteile an Driven Brands.
Der Hedgefonds wirft in dem Brief auch dem Mehrheitseigentümer Roark Capital Missmanagement vor. Die Private-Equity-Gesellschaft aus Atlanta hält noch immer rund 60 Prozent der Anteile an Driven Brands. Roark hatte das Unternehmen 2015 von einem anderen Finanzinvestor übernommen und 2021 an die Börse gebracht.
Aktie weit unter dem Ausgabepreis
Die Bilanz seit dem Börsengang fällt ernüchternd aus. Bis zum Handelsschluss am Dienstag verlor die Driven-Brands-Aktie mehr als 60 Prozent gegenüber ihrem Höchststand kurz nach dem IPO. Der aktuelle Marktwert des Unternehmens liegt bei rund zwei Milliarden US-Dollar.
Driven Brands betreibt neben Meineke auch die Marke Auto Glass Now und ist einer der größten Automobil-Dienstleister in Nordamerika. Für deutsche Anleger ist das Unternehmen vor allem als Beispiel für aktivistischen Investorendruck auf börsennotierte Private-Equity-Beteiligungen relevant. ADW Capital setzt mit seinem Vorgehen auf eine Neubewertung des Unternehmens durch strategische Maßnahmen.
