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Repligen übernimmt BioLife Solutions für 1,5 Milliarden Dollar

Der Hersteller von Bioprozess-Anlagen stärkt sein Zelltherapie-Portfolio durch eine milliardenschwere Bar-und-Aktien-Transaktion.

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Repligen übernimmt BioLife Solutions für 1,5 Milliarden Dollar

Repligen Corp hat am Mittwoch die geplante Übernahme von BioLife Solutions in einem Bar- und Aktiengeschäft im Wert von rund 1,5 Milliarden US-Dollar bekanntgegeben. Der Anbieter von Anlagen zur Arzneimittelherstellung baut damit seine Präsenz im schnell wachsenden Markt für Zelltherapien gezielt aus. Die Märkte reagierten positiv: BioLife-Aktien stiegen im frühen Handel um rund 6 Prozent, die Papiere von Repligen legten ebenfalls um 4 Prozent zu.

Die Aktionäre von BioLife erhalten im Rahmen der Transaktion 11,25 US-Dollar in bar sowie 0,1442 Repligen-Aktien je Anteilsschein. Dies entspricht einer Bewertung von 31 US-Dollar pro BioLife-Aktie – ein Aufschlag von etwa 6,2 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs. Die Vorstände beider Unternehmen haben der Transaktion einstimmig zugestimmt.

Strategischer Zugewinn für Repligen

Durch die Übernahme erhält Repligen Zugang zur Technologie von BioLife zur Konservierung von Zellen während des gesamten Herstellungsprozesses und der Lieferkette. Hinzu kommen das Portfolio an Zellverarbeitungswerkzeugen sowie das margenstarke Geschäft mit Verbrauchsmaterialien. Besonders bedeutsam: Die Produkte von BioLife werden laut Matt Larew, Analyst bei William Blair, in etwa 90 Prozent der kommerziell zugelassenen Zelltherapien eingesetzt.

Die Akquisition soll den Gewinn von Repligen steigern und bereits im ersten Jahr nach dem Abschluss Einsparungen von mindestens 20 Millionen US-Dollar generieren. Diese sollen durch den Abbau überschneidender Kosten sowie durch Effizienzsteigerungen erzielt werden. Der Abschluss der Transaktion wird für das vierte Quartal 2026 erwartet, vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden und der Aktionäre beider Unternehmen.

Wachsender Markt für Bioprozess-Werkzeuge

Der Deal fügt sich in einen breiteren Branchentrend ein: Biotech- und Pharmaunternehmen erhöhen ihre Ausgaben wieder, nachdem es in den vergangenen Jahren zu einer spürbaren Verlangsamung gekommen war. Der größere Wettbewerber Danaher signalisierte erst am Dienstag eine Erholung der Nachfrage nach Bioprocessing-Produkten, einschließlich Geräten und Verbrauchsmaterialien für die Herstellung biologischer Arzneimittel.

Die Übernahme erfolgt zudem einen Monat nach dem 11,3 Milliarden US-Dollar schweren Deal des deutschen Pharmakonzerns Merck KGaA zum Kauf von Bio-Techne. Beide Transaktionen unterstreichen das wachsende Interesse institutioneller und strategischer Investoren an Unternehmen, die Werkzeuge für die Arzneimittelentwicklung herstellen – einem Segment, das von der steigenden Nachfrage nach Zell- und Gentherapien profitiert.

BioLife hatte seinen strategischen Fokus bereits vor dem Verkauf verstärkt auf Zell- und Gentherapien ausgerichtet. Im Oktober 2025 trennte sich das Unternehmen von seiner Kühlketten-Logistikeinheit „evo" für 25,5 Millionen US-Dollar – ein klares Signal für die Neuausrichtung des Portfolios. Mit der nun vereinbarten Übernahme durch Repligen findet diese Strategie ihren konsequenten Abschluss.

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