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Personalausweis 2026: Neue Gebühren und digitale Passbilder

Deutsche Staatsbürger ab 16 Jahren sind zur Führung eines gültigen Personalausweises verpflichtet. Seit Mai 2025 gelten neue Regelungen für Passfotos, und für 2026 stehen Gebührenerhöhungen an.

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Personalausweis 2026: Neue Gebühren und digitale Passbilder

Die Ausweispflicht in Deutschland ist klar geregelt: Ab dem 16. Lebensjahr müssen alle Bürgerinnen und Bürger einen gültigen Personalausweis besitzen. Wer bei einer Kontrolle keinen gültigen Ausweis vorzeigen kann, riskiert ein Bußgeld von bis zu 3.000 Euro. In der Praxis fallen die Strafen meist deutlich moderater aus und bewegen sich zwischen zehn und 40 Euro.

Wo und wie beantragen

Den Personalausweis können Sie grundsätzlich bei jedem Bürgeramt beantragen, empfehlenswert ist jedoch das zuständige Amt am Wohnort. In größeren Städten sollten Sie vorab einen Termin vereinbaren. Wer den Ausweis außerhalb seines Wohnorts beantragt, zahlt 13 Euro Aufschlag. Bei deutschen Botschaften im Ausland werden sogar 41 Euro zusätzlich fällig.

Für die Beantragung benötigen Sie ein gültiges Identifikationsdokument wie den alten Personalausweis oder Reisepass sowie ein biometrisches Lichtbild. Bei Personen unter 16 Jahren muss ein Erziehungsberechtigter den Antrag stellen, wobei eine Einverständniserklärung des anderen Elternteils erforderlich ist.

Digitale Revolution beim Passfoto

Seit dem 1. Mai 2025 gelten neue Regelungen für Passfotos. Papierbasierte Lichtbilder werden nicht mehr akzeptiert. Antragsteller haben nun zwei Optionen: Entweder lassen sie das Foto direkt in der Behörde für sechs Euro anfertigen, oder sie beauftragen einen Fotografen, der das Bild digital und sicher an die Passbehörde übermittelt.

Diese Neuerung soll Sicherheitslücken schließen und insbesondere das sogenannte Morphing verhindern. Dabei werden mehrere Gesichter digital verschmolzen, um unrechtmäßige Ausweise zu erstellen. Die Bundesdruckerei versendet seit Mai 2025 alle Ausweisdokumente direkt an die Meldeadresse der Antragsteller.

Gebührenerhöhung steht bevor

Bislang kostet der Personalausweis für Bürger ab 24 Jahren 37 Euro, für jüngere Personen 22,80 Euro. Eine für Januar 2026 geplante Erhöhung auf 46 Euro beziehungsweise 27,60 Euro wurde verschoben. Der genaue Zeitpunkt hängt von der erneuten Befassung der Länderkammer ab.

Wer den Direktversand per Post wünscht, muss zusätzlich 15 Euro zahlen. Damit würde der Gesamtpreis nach der Erhöhung auf 61 Euro für Erwachsene und 42,60 Euro für unter 24-Jährige steigen. Ein vorläufiger Personalausweis, der sofort mitgenommen werden kann, kostet zehn Euro und ist drei Monate gültig.

Gültigkeit und Online-Funktion

Die Gültigkeitsdauer beträgt sechs Jahre für Personen unter 24 Jahren und zehn Jahre für ältere Bürger. Eine Verlängerung ist nicht möglich, es muss jeweils ein neuer Ausweis beantragt werden. Die Bearbeitungszeit liegt in der Regel zwischen drei und sechs Wochen.

Die Online-Funktion ermöglicht die digitale Identifikation im Internet und an Automaten. Seit 2021 ist die nachträgliche Aktivierung und PIN-Änderung gebührenfrei. Seit August 2021 werden zudem zwei Fingerabdrücke im Chip des Ausweises gespeichert.

Wichtige Hinweise für Ausweisinhaber

Eine Mitführpflicht des Personalausweises besteht nicht. In bestimmten Situationen wie bei Kontrollen wegen Schwarzarbeit, Gerichtsverhandlungen oder Auslandsreisen ist es jedoch ratsam, das Dokument bei sich zu tragen.

Bei Verlust oder Diebstahl müssen Sie den Vorfall unverzüglich bei der Polizei oder im Bürgeramt melden. Dies dient Ihrem Schutz, da die Behörden dann sofort die Online-Funktion sperren und jeden Missbrauchsversuch erkennen können. Die gesetzliche Meldepflicht ergibt sich aus dem Personalausweisgesetz.

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