Perseus Mining sichert Backup-Strom für Goldprojekt Nyanzaga in Tansania
Perseus Mining hat 28 containerisierte Generatorstände für das Goldprojekt Nyanzaga erworben, der erste Goldguss ist für Januar 2027 geplant.

Perseus Mining (ASX, TSX: PRU) hat 28 containerisierte Generatorstände für sein Goldprojekt Nyanzaga im Nordwesten Tansanias erworben. Der Zukauf erfolgt kurz vor dem geplanten ersten Goldguss, den das Unternehmen für Januar 2027 anvisiert. Damit sichert der an der australischen ASX und der kanadischen TSX notierte Goldproduzent die Stromversorgung einer Mine, die abgelegen von einer zuverlässigen Netzversorgung liegt.
Geliefert wird das Notstromsystem vom südafrikanischen Energieingenieurunternehmen USP&E. In das Projekt eingestiegen ist USP&E über ECG, eine australische Beratungsagentur für Elektro- und Automatisierungstechnik, die das Engineering, die Beschaffung und den Bau des Projekts koordiniert. Die Konstellation zeigt, wie stark die Versorgungskette eines Bergbauprojekts in einem Frontier-Markt auf spezialisierte Dienstleister angewiesen ist.
Nach vollständiger Inbetriebnahme soll Nyanzaga bis zum Ende des Jahrzehnts 28% der Goldproduktion von Perseus Mining ausmachen. Das Projekt ist damit ein zentraler Baustein der langfristigen Produktionspläne des Unternehmens, das bislang vor allem in Westafrika aktiv ist.
Das Notstromsystem umfasst 28 Generatorsätze mit je einem Megawatt
Das von USP&E entwickelte Notstromsystem besteht aus 28 containerisierten Generatorsätzen vom Typ Cummins KTA50G3 mit je 1 MW Leistung. Hinzu kommen sechs Großtanks mit einem Fassungsvermögen von jeweils 72.000 Litern, drei Pumpenskids sowie 28-Tage-Tanks. Die Containerisierung ermöglicht nach Angaben von USP&E eine schnelle Installation.
Das Kraftstoffsystem gewährleistet laut USP&E, dass die Anlage auch bei längeren Ereignissen weiterbetrieben werden kann. Für eine Mine, die weit entfernt von einer stabilen Netzinfrastruktur liegt, ist diese Redundanz entscheidend: Ein Ausfall der Stromversorgung würde die Aufbereitung des Erzes und damit den gesamten Produktionsprozess zum Stillstand bringen.
„Nyanzaga ist ein starkes Beispiel dafür, was USP&E am besten kann: Minen in Frontier-Märkten zu versorgen, wo die Bedingungen hart sind“, sagte Matthew Fredericks, Geschäftsführer von USP&E. Das Zitat unterstreicht die Positionierung des Unternehmens als Spezialist für abgelegene Standorte, an denen die öffentliche Infrastruktur keine durchgehende Versorgung garantiert.
Die Mine soll jährlich mehr als 200.000 Unzen Gold liefern
Während ihrer ersten 14 Betriebsjahre soll die Mine jährlich mehr als 200.000 Unzen Gold fördern. Damit leistet Nyanzaga einen wichtigen Beitrag zu den langfristigen Produktionsplänen von Perseus Mining. Der erste Goldguss am Standort im Nordwesten Tansanias ist für Januar 2027 vorgesehen.
Bereits am 15.05.2026 berichtete aktien.news über den Baufortschritt in Nyanzaga
Bereits am 15.05.2026 berichtete aktien.news, dass Perseus Mining beim Goldprojekt Nyanzaga in Tansania deutliche Fortschritte macht. Das Unternehmen hält 80 Prozent an dem Projekt und peilte damals die erste Goldproduktion für das erste Quartal des Kalenderjahres 2027 an. Die Bauarbeiten auf dem Gelände entwickelten sich sichtbar weiter: Vier der insgesamt sieben Carbon-in-Leach-Tanks – eine zentrale Komponente der Goldverarbeitungsanlage – hatten mittlerweile ihre volle Höhe erreicht. Carbon-in-Leach ist ein gängiges Verfahren in der Goldgewinnung, bei dem Gold aus dem Erzbrei mithilfe von Aktivkohle extrahiert wird. Parallel dazu hatte der Erstausrüster für die Mühleninstallation die Arbeiten vor Ort aufgenommen.
Am 23.04.2026 berichtete aktien.news über die operative Entwicklung des Konzerns. Für das zum 31. März 2025 endende dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete Perseus Mining eine starke Performance. Das Unternehmen verfügte über Barmittel und Goldbarren im Wert von insgesamt 817 Millionen US-Dollar. Die Gesamtproduktion belief sich im Berichtsquartal auf 107.144 Unzen Gold, ein Anstieg von 21% gegenüber den 88.888 Unzen des zweiten Quartals. Alle drei betriebenen Goldminen – Yaouré und Sissingué in der Elfenbeinküste sowie Edikan in Ghana – trugen zu diesem Ergebnis bei.
Am 15.06.2026 berichtete aktien.news, dass Perseus Mining sein laufendes Aktienrückkaufprogramm um A$50 Millionen auf insgesamt A$150 Millionen aufgestockt hat. Auslöser war das Erreichen der ursprünglichen Obergrenze: Am 12. Juni hatte das Unternehmen das im August 2024 aufgelegte Programm über A$100 Millionen vollständig ausgeschöpft und dabei insgesamt 19,08 Millionen eigene Aktien erworben.
Am 18.07.2026 berichtete aktien.news über ein umfassendes Update zu den Wachstumsprojekten auf dem Goldprojekt Yaouré in Côte d'Ivoire. Im Mittelpunkt stand das CMA-Untertageprojekt der Mine, das nach Unternehmensangaben gute Fortschritte macht und dessen Produktion schrittweise in Richtung eines stabilen Regelbetriebs hochgefahren wird.
Die Stromversorgung ist bei einem abgelegenen Projekt ein klassisches Ausführungsrisiko
Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem ein Baustein in der Frage, ob Perseus Mining seine Produktionsziele erreicht. Die Energieversorgung gehört bei einem abgelegenen Standort zu den zentralen Ausführungsrisiken: Ohne verlässliche Stromzufuhr lässt sich eine Goldaufbereitungsanlage nicht im Regelbetrieb fahren. Mit dem Notstromsystem adressiert das Unternehmen dieses Risiko konkret und vor dem geplanten Produktionsstart.
Zugleich zeigt die Meldung, dass Perseus Mining parallel an mehreren Fronten arbeitet. Nyanzaga in Tansania ist ein neuer Standort außerhalb der bisherigen Kernregion Westafrika, wo das Unternehmen mit Yaouré und Sissingué in der Elfenbeinküste sowie Edikan in Ghana aktiv ist. Ein Projekt dieser Größenordnung bindet Kapital und Managementkapazität, während gleichzeitig das Aktienrückkaufprogramm über A$150 Millionen läuft.
Anleger sollten beachten, dass die Angaben zu Produktionsvolumina und Zeitplänen Unternehmensprognosen sind. Der erste Goldguss im Januar 2027 und die jährliche Förderung von mehr als 200.000 Unzen über die ersten 14 Betriebsjahre sind Ziele, keine bereits realisierten Ergebnisse. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.
Der erste Goldguss bleibt für Januar 2027 geplant
Perseus Mining hält an dem Ziel fest, im Januar 2027 den ersten Goldguss am Standort Nyanzaga im Nordwesten Tansanias zu realisieren. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll das Projekt dann 28% der Goldproduktion des Unternehmens ausmachen. Die jetzt bestellten Generatorsätze und die zugehörige Kraftstoffinfrastruktur sind eine Voraussetzung dafür, dass die Anlage nach der Inbetriebnahme durchgehend betrieben werden kann.
Diese drei Fachbegriffe helfen beim Verständnis der Meldung
- Containerisierte Generatorsätze: Stromaggregate, die in standardisierten Containern vormontiert geliefert und vor Ort schnell aufgestellt werden können.
- Notstromsystem: Eine unabhängige Energieversorgung, die den Betrieb einer Anlage absichert, wenn das öffentliche Netz ausfällt.
- Carbon-in-Leach: Ein Verfahren der Goldgewinnung, bei dem Gold mithilfe von Aktivkohle aus dem Erzbrei gelöst wird.
