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Paramount holt Trump-Beamtin während Warner-Bros-Übernahmekampf ins Boot

Mediengigant verstärkt Führungsebene mit ehemaliger Regierungsanwältin inmitten milliardenschwerer Bieterschlacht

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Paramount holt Trump-Beamtin während Warner-Bros-Übernahmekampf ins Boot

Paramount Skydance hat Rene Augustine zur Senior Vice President für Global Public Policy ernannt. Die ehemalige Anwältin der Trump-Regierung soll ab dem 17. Februar strategische Leitlinien entwickeln und diplomatische Beziehungen aufbauen. Dies geht aus einem internen Memo hervor, das Reuters vorliegt.

Augustine bringt umfangreiche Erfahrung aus der US-Regierung mit. Von 2019 bis 2021 war sie Deputy Assistant Attorney General in der Kartellrechtsabteilung des Justizministeriums. Zuvor arbeitete sie als Sonderassistentin des Präsidenten und Senior Associate Counsel im Büro des Rechtsberaters des Weißen Hauses.

Die Personalie erfolgt zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt. Paramount und <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3ANFLX">Netflix liefern sich derzeit einen intensiven Bieterstreit um Warner Bros Discovery. Augustine wird direkt an Chief Legal Officer Makan Delrahim berichten, der ebenfalls ein ehemaliger hochrangiger US-Kartellbeamter ist und bereits im Justizministerium mit ihr zusammenarbeitete.

Paramount erhöht Druck im Übernahmekampf

In dieser Woche verschärfte Paramount den Wettbewerb deutlich. Das Unternehmen bot den Warner-Bros-Investoren rund 650 Millionen Dollar an zusätzlichem Barwert für jedes Quartal an, in dem der Deal nach diesem Jahr nicht abgeschlossen wird. Diese Quartalsgarantie soll Druck auf die Verhandlungen ausüben und Investoren Sicherheit bieten.

Zudem erklärte sich Paramount bereit, die massive Trennungsgebühr von 2,8 Milliarden Dollar zu übernehmen. Diese Summe müsste Warner Bros an Netflix zahlen, falls der HBO-Eigentümer vom bereits vereinbarten Geschäft zurücktritt. Damit nimmt Paramount Warner Bros ein erhebliches finanzielles Risiko ab.

Netflix setzt auf reine Barzahlung

Netflix verfolgt eine andere Strategie und bietet den Aktionären von Warner Bros 27,75 Dollar pro Aktie in bar. Das Angebot umfasst die Film- und Fernsehstudios, die umfangreiche Content-Bibliothek und den Streaming-Dienst HBO Max. Anders als üblich verzichtet Netflix dabei auf eine Mischung aus Bar- und Aktienkomponenten.

Die Ernennung von Augustine unterstreicht Paramounts Absicht, sich regulatorisch optimal aufzustellen. Ihre Expertise im Kartellrecht und ihre Kontakte in Washington könnten sich als entscheidend erweisen, wenn die Übernahme behördliche Genehmigungen benötigt. Delrahim betonte in seinem Memo, Augustine werde "wichtige diplomatische Beziehungen" aufbauen, die für die weltweite Förderung der Geschäftsziele bedeutsam seien.

Der Ausgang des Bieterwettstreits dürfte die Medienlandschaft nachhaltig verändern. Mit Warner Bros steht ein traditionsreiches Studio mit bedeutenden Franchises und einer starken Streaming-Präsenz zur Disposition. Sowohl Paramount als auch Netflix versprechen sich durch die Übernahme erhebliche Synergien und eine gestärkte Position im umkämpften Streaming-Markt.

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