OpenAI verhandelt mit The Trade Desk über ChatGPT-Werbeanzeigen
Der KI-Pionier sucht externe Partner, um sein neu gestartetes Werbegeschäft auf ChatGPT schnell zu skalieren.

OpenAI hat Gespräche mit dem Werbetechnologieunternehmen The Trade Desk (Nasdaq: TTD) aufgenommen, um Werbeanzeigen auf der ChatGPT-Plattform zu vermarkten. Dies berichtet das Technologiemagazin The Information unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Verhandlungen zeigen, dass OpenAI bei der Monetarisierung seiner populären KI-Plattform zunehmend auf externe Expertise setzt.
Der ChatGPT-Entwickler hat erst kürzlich damit begonnen, Werbeanzeigen in den kostenlosen und günstigeren Versionen seines Dienstes zu schalten. Dies ist Teil einer umfassenderen Strategie, neue Einnahmequellen jenseits der Abonnementmodelle zu erschließen. Die Gespräche mit The Trade Desk signalisieren, dass OpenAI die Skalierung seines Werbegeschäfts nicht allein stemmen will.
The Trade Desk als strategischer Partner
The Trade Desk betreibt eine der meistgenutzten Demand-Side-Plattformen (DSP) weltweit. Diese Technologie automatisiert den Einkauf von Werbeplatzierungen und ermöglicht Marken eine präzise Erfolgsmessung ihrer Kampagnen. Für Werbetreibende wäre eine Integration in ChatGPT ein direkter Zugang zu Millionen von täglich aktiven Nutzern.
Die Partnerschaft könnte OpenAI helfen, rasch ein funktionierendes Werbeökosystem aufzubauen, ohne zunächst eigene Infrastruktur entwickeln zu müssen. Laut The Information plant OpenAI jedoch langfristig, eine eigene Werbetechnologie aufzubauen. Der externe Partner würde demnach vor allem als Brücke in der Aufbauphase dienen.
Für The Trade Desk wäre eine Zusammenarbeit mit OpenAI ein bedeutender Coup. Das Unternehmen würde damit frühzeitig Fuß in einem der am schnellsten wachsenden digitalen Werbeumfelder fassen. Die Aktie des Werbetechnologiespezialisten wird an der NASDAQ gehandelt und gilt als einer der führenden unabhängigen Anbieter im Programmatic-Advertising-Markt.
