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Ölpreise unter Druck: IEA prognostiziert massiven Angebotsüberschuss für 2026

Brent und WTI steuern auf Wochenverlust zu, während steigende Lagerbestände die Märkte belasten.

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Ölpreise unter Druck: IEA prognostiziert massiven Angebotsüberschuss für 2026

Die Ölpreise zeigten sich am Freitag im asiatischen Handel weitgehend stabil, nachdem sie am Vortag um fast 3% eingebrochen waren. Brent-Öl-Futures für April stiegen um 0,1% auf 67,56 Dollar pro Barrel, während WTI-Rohöl ebenfalls um 0,1% auf 62,87 Dollar zulegte. Trotz der leichten Erholung steuern beide Kontrakte auf einen Wochenverlust von rund 1% zu.

Die Internationale Energieagentur (IEA) warnte in ihrem monatlichen Ölmarktbericht vor einem erheblichen Überangebot. Demnach könnte der globale Markt im Jahr 2026 mit einem Überschuss von mehr als 3,7 Millionen Barrel pro Tag konfrontiert sein. Diese Prognose belastet die Stimmung der Marktteilnehmer erheblich und drückt auf die Preise.

Zusätzlich teilte die IEA mit, dass die weltweiten Ölvorräte im vergangenen Jahr mit einer der schnellsten Raten seit der Pandemie gewachsen sind. Die Agentur senkte zudem ihren Ausblick für das globale Nachfragewachstum und verwies auf ein schwächeres makroökonomisches Umfeld sowie moderatere Konsumzuwächse.

US-Lagerbestände steigen deutlich

Die Energy Information Administration (EIA) meldete für diese Woche einen Aufbau der Rohölvorräte um 8,53 Millionen Barrel. Dies übertraf die Markterwartungen bei Weitem und markierte den stärksten Anstieg seit Januar 2025. Der deutliche Bestandsaufbau signalisiert eine verhaltene Raffinerienachfrage und ein reichliches Angebot in den USA, dem weltweit größten Ölverbraucher.

Das robuste Produktionswachstum außerhalb der OPEC verschärft die Situation zusätzlich. Während die Nachfrage schwächelt, bleibt das Angebot widerstandsfähig – eine Kombination, die auf eine länger anhaltende Phase des Überangebots hindeutet.

Geopolitische Risiken nehmen ab

Anleger bewerteten zudem geopolitische Entwicklungen neu, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärte, dass sich die Verhandlungen über ein potenzielles Atomabkommen mit dem Iran über einen Zeitraum von bis zu einem Monat hinziehen könnten. Die Aussicht auf langwierige Gespräche verringerte die unmittelbare Sorge vor Versorgungsunterbrechungen im Nahen Osten und dämpfte die geopolitische Risikoprämie.

Die Marktteilnehmer bleiben im Vorfeld der am Freitag anstehenden US-Verbraucherpreisdaten vorsichtig. Diese könnten neue Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve liefern. Starke Arbeitsmarktdaten für Januar hatten Anfang des Monats die Erwartungen an baldige Zinssenkungen bereits gedämpft, was den Dollar stärkte und die auf Dollar lautenden Rohstoffpreise zusätzlich unter Druck setzte.

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