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Ölpreise steigen nach Huthi-Angriff auf Saudi-Aramco-Anlagen

Angriff auf Saudi Aramco in Jizan treibt Ölpreise nach oben

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Ölpreise steigen nach Huthi-Angriff auf Saudi-Aramco-Anlagen

Die Ölpreise sind am Montag in einem volatilen Handelsumfeld deutlich gestiegen. Auslöser waren Berichte über einen Angriff der Huthi-Rebellen auf die Infrastruktur des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco in der Stadt Jizan. Ein Barrel der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Oktober-Lieferung verteuerte sich um 0,8 Prozent auf 92,17 US-Dollar und erreichte zwischenzeitlich sogar die 93-Dollar-Marke. Brent-Rohöl zur November-Lieferung legte um rund 1,2 Prozent auf 97,40 US-Dollar zu.

Bei den betroffenen Anlagen in Jizan handelt es sich um eine der größten Raffinerien Saudi-Arabiens mit einer Kapazität von 400.000 Barrel pro Tag sowie die dazugehörige Energieinfrastruktur. Informierten Kreisen zufolge wird das Ausmaß der Schäden derzeit bewertet. Der Angriff soll in seiner Größenordnung einem Vorfall vom Vormonat ähneln. Saudi Aramco reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme. Konzernchef Amin Nasser hatte nach den Angriffen im August allerdings erklärt, dass die Unterbrechungen keine wesentlichen operativen oder finanziellen Auswirkungen auf das Unternehmen hätten.

Huthi-Rebellen erhöhen den Druck auf saudische Energieinfrastruktur

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben sich bisher nicht offiziell zu dem jüngsten Angriff bekannt. Seit Juli, als die Gruppe eine Blockade der saudischen Häfen am Roten Meer erklärte, haben die Spannungen jedoch massiv zugenommen. Die Rebellen verüben seitdem mehrfach Drohnen- und Raketenangriffe auf die saudische Energieinfrastruktur. Laut Daten des Analysehauses Kpler wurden im August keine Ölprodukte aus Jizan verschifft, nachdem die Volumina bereits zuvor aufgrund der Angriffe drastisch eingebrochen waren.

Experten wie Farea al-Muslimi von der Denkfabrik Chatham House warnen vor einer Rückkehr zum „Vollzeitkrieg“ im Jemen. Die aktuelle Lage ist durch eine Bodenoffensive der Huthi entlang der Küste des Roten Meeres gekennzeichnet. Die Rebellen versuchen, auf die strategisch wichtige Bab-al-Mandab-Straße vorzurücken. Diese Route ist für saudische Exporte von entscheidender Bedeutung, seit der Iran die Schifffahrt durch die Straße von Hormus eingeschränkt hat.

Schwerste Gefechte seit sechs Jahren erschüttern die Region

Die Kämpfe, insbesondere um die Hafenstadt Mocha und Taiz, haben die schwersten Gefechte seit sechs Jahren ausgelöst und Tausende Menschen in die Flucht getrieben. Der Konflikt markiert ein Ende der relativen Ruhe, die seit dem Waffenstillstand im April 2022 geherrscht hatte. Saudi-Arabien interveniert seit 2015 im jemenitischen Bürgerkrieg, um die international anerkannte Regierung gegen die Huthi-Rebellen zu unterstützen.

Während Riad versucht, eine direkte Konfrontation zu vermeiden, bereitet sich das Königreich laut Beobachtern zunehmend auf eine Eskalation vor. Für die globalen Ölmärkte bleibt die Lage angespannt: Die Raffinerie in Jizan gehört zu den größten des Landes, und jede längere Unterbrechung der Produktion könnte die ohnehin knappen Kapazitäten am Weltmarkt weiter belasten. Anleger sollten die Entwicklung im Jemen genau im Auge behalten, da eine weitere Eskalation die Ölpreise kurzfristig deutlich nach oben treiben könnte.

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