Ökonomen dämpfen BIP-Schätzungen ein
Wirtschaftsweise rechnen mit Einbruch der Konjunktur und einer Inflation von sechs Prozent

Der Sachverständigenrat der Bundesregierung senkt seine Prognosen deutlich, hauptsächlich wegen des Kriegs in der Ukraine. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland werde demnach in diesem Jahr nicht, wie zuvor angekündigt, um 4,6, sondern nur um 1,8 Prozent steigen. Die Inflationsrate werde indes auf das Rekordhoch von sechs Prozent steigen.
Für 2023 gaben die "Wirtschaftsweisen" eine Wachstumsprognose von 3,6 und eine Inflationsrate von 3,4 Prozent an.
„Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine erhöht die Unsicherheit beträchtlich, dämpft das Wachstum und trägt zum Anstieg der Energie- und Verbraucherpreise bei“, heißt es wörtlich in der Prognose.
Die hohe Inflationsrate sei auf die steigenden Energiepreise zurückzuführen.
Der Sachverständigenrat will seine Prognose für die nächsten beiden Jahre am Mittwoch veröffentlichen. Das Handelsblatt hatte diese schon jetzt öffentlich gemacht.
