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Ohio verbietet hochpotente Vaporizer: Neue Cannabis-Regeln treten in Kraft

Seit Dienstag gelten in Ohio neue Grenzwerte für Potenz und Verpackungsgrößen von Cannabis-Produkten.

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Ohio verbietet hochpotente Vaporizer: Neue Cannabis-Regeln treten in Kraft

Ohio-Cannabisgeschäfte dürfen seit Dienstag bestimmte Produkte nicht mehr verkaufen. Grund sind neue staatliche Vorschriften, die unter anderem hochpotente Vaporizer aus den Regalen verbannen. Bereits im August hatte die zuständige Behörde DCC (Department of Commerce and Consumer Protection) neue Grenzwerte für die Potenz und die Verpackungsgrößen einer Reihe von Cannabis-Produkten festgelegt.

Die Regelungen betreffen eine ganze Bandbreite von Waren – von Blüte über Esswaren bis hin zu Konzentraten. Wie der in Columbus, Ohio, ansässige ABC-Sender WSYX berichtet, wurden diese Änderungen nicht durch gesetzgeberische Maßnahmen beschlossen. Für die betroffenen Einzelhändler bedeutet das eine kurzfristige und teils unübersichtliche Umstellung.

Diese neuen Grenzwerte gelten in Ohio

Die DCC hat konkrete Obergrenzen für verschiedene Produktkategorien festgelegt:

  • Blüte: Verpackungen sind auf 1 Unze begrenzt.
  • Vapes: Pro Verpackung höchstens drei Patronen oder Geräte, wobei jede auf 2 Gramm begrenzt ist.
  • Essbare Produkte und Getränke: 10 Milligramm pro Portion für den Freizeitgebrauch; 55 mg pro Portion für medizinisches Cannabis.
  • Kapseln und Pflaster: jeweils 50 mg.
  • Mundpouches und -streifen: 10 mg, mit einem Limit von 100 mg pro Verpackung.
  • Tropfen zur oralen Anwendung: 10 Milliliter pro Portion und maximal 30 ml pro Verpackung.
  • Pflanzen: höchstens sechs Klone, lebende Pflanzen oder Samen pro Verpackung.

Händler kämpfen mit der Umstellung

Zachary Bradford, Miteigentümer und General Manager von Ohio Cannabis Co., sagte gegenüber WSYX, die Anpassung an die neuen Anforderungen sei für sein kleines Unternehmen herausfordernd. „Ich wäre überrascht, wenn 10% der Budtender im Bundesstaat Ohio Ihnen genau sagen könnten, welche Regeln im Staat aktuell gelten", sagte er. Sein Unternehmen versuche noch immer herauszufinden, welche Produkte es weiterhin verkaufen dürfe und welche es aus den Regalen nehmen müsse.

Besonders deutlich wird die Veränderung bei Esswaren. „Früher gab es 50-mg-Tüten mit je 10 Gummibärchen, also 500 mg pro Tüte", erklärte Bradford. „Jetzt sind wir auf 100 mg pro Tüte und 10 mg pro Portion beschränkt."

Hintergrund: Senate Bill 56 und der Markt in Ohio

Die neuen Potenzgrenzwerte waren zuvor Teil des Senate Bill 56. Dieses Gesetzesvorhaben untersagte zudem den Verkauf von THC-Produkten auf Hanfbasis außerhalb regulierter Cannabis-Einzelhändler ab März. Damit rücken regulierte Geschäfte stärker in den Fokus des Marktes, während der Graubereich um Hanfprodukte eingeschränkt wird.

Die Zahlen zeigen, wie bedeutend der Markt inzwischen ist: Die Cannabis-Verkäufe in Ohio beliefen sich in diesem Jahr bis zum 19. September auf 959 Millionen US-Dollar. Nach Angaben des Ohio Department of Commerce ist der Staat damit auf Kurs, den kombinierten Umsatzrekord von 1,09 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2025 zu übertreffen.

Für deutsche Anleger und Marktbeobachter illustriert der Fall Ohio ein wiederkehrendes Muster in der US-Cannabisbranche: Regulierung entsteht häufig auf Behördenebene statt über den Gesetzgeber. Das führt zu kurzfristigen Anpassungen und Unsicherheit bei den Betreibern, die ihre Produktpalette und Lagerbestände schnell umstellen müssen. Wie stark sich die neuen Grenzwerte auf Umsatz und Sortiment auswirken, lässt sich anhand der vorliegenden Angaben noch nicht abschätzen.

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