ANZEIGE

OECD warnt: Nahost-Krieg bedroht globales Wachstum und Inflation

Ein lang anhaltender Konflikt im Nahen Osten könnte das Weltwirtschaftswachstum auf 1,8 % drücken und Rezessionen auslösen.

•• 3 Min
OECD warnt: Nahost-Krieg bedroht globales Wachstum und Inflation

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat am Mittwoch eindringlich vor den wirtschaftlichen Folgen des Nahost-Krieges gewarnt. Je nach Dauer des Konflikts drohen der Weltwirtschaft deutlich niedrigere Wachstumsraten, steigende Inflation und in einigen Ländern sogar Rezessionen. Die Prognosen der in Paris ansässigen Organisation zeigen zwei sehr unterschiedliche Szenarien auf.

Im sogenannten Basisszenario – also bei einem kurzen Konflikt – kehrt die Öl- und Gasförderung in der Golfregion ab dem dritten Quartal schrittweise auf das Vorkrisenniveau zurück. Engpässe blieben dabei auf Asien beschränkt und könnten durch strategische Reserven sowie Lieferungen anderer Produzenten abgefedert werden. In diesem Fall verlangsamt sich das globale Wachstum von 3,4 % im Jahr 2025 auf 2,8 % im Jahr 2026, bevor es 2027 wieder auf 3,1 % ansteigt – weitgehend im Einklang mit den OECD-Prognosen vom März.

Drastische Folgen bei lang anhaltendem Konflikt

Sollten die Energieunterbrechungen jedoch bis weit in das Jahr 2026 hinein andauern, zeichnet die OECD ein deutlich düstereres Bild. Das globale Wachstum könnte sich dann auf lediglich 2,1 % im Jahr 2026 und sogar auf 1,8 % im Jahr 2027 verlangsamen. Solche Wachstumsraten sind laut OECD außerhalb großer Krisen wie dem Finanzcrash von 2008 bis 2009 oder der COVID-Pandemie äußerst selten. Einige Volkswirtschaften könnten in eine regelrechte Rezession rutschen, wobei asiatische Länder, die stark auf Energielieferungen aus dem Nahen Osten angewiesen sind, am stärksten betroffen wären.

„Je länger die Störung anhält, desto größer sind die wirtschaftlichen, aber auch die sozialen Kosten dieser Krise, und sie wird politische Kursänderungen zweifellos erschweren", warnte OECD-Chefökonom Stefano Scarpetta auf einer Pressekonferenz. Im Szenario einer lang anhaltenden Störung könnten die höheren Energiepreise die weltweite Inflation im Jahr 2026 um 0,4 Prozentpunkte und im Jahr 2027 um 1,3 Prozentpunkte erhöhen. Dies würde die Zentralbanken voraussichtlich dazu veranlassen, die Zinssätze kurzfristig um 0,5 bis 0,75 Prozentpunkte anzuheben.

Im Basisszenario prognostiziert die OECD, dass die Inflation in den G20-Staaten in diesem Jahr mit 4 % ihren Höchststand erreicht, bevor sie im nächsten Jahr auf 3,1 % sinkt. Die Zinssätze sollen in diesem Jahr weitgehend unverändert bleiben, für das nächste Jahr werden Senkungen erwartet. OECD-Generalsekretär Mathias Cormann betonte dabei die sozialen Auswirkungen: „In etwa einem Drittel der OECD-Länder wird für dieses Jahr ein negatives Reallohnwachstum prognostiziert. Die Arbeitnehmer in diesen Ländern werden einen Rückgang ihres Lebensstandards erleben, was die menschliche Realität hinter den Inflationszahlen darstellt."

Ungleiche Aussichten für große Volkswirtschaften

Die Wachstumsaussichten fallen je nach Region sehr unterschiedlich aus. Für die USA erwartet die OECD, dass stärkere Energieexporte das Wachstum stützen und den dämpfenden Effekt höherer Preise auf die Kaufkraft der Haushalte teilweise ausgleichen. Das US-Wachstum soll sich von 2,1 % im Jahr 2025 auf 2,0 % im Jahr 2026 und 1,8 % im Jahr 2027 abschwächen.

Für die Eurozone prognostiziert die OECD eine Verlangsamung des Wachstums von 1,4 % auf 0,8 % in diesem Jahr, bevor es im nächsten Jahr auf 1,2 % ansteigt. Widerstandsfähige Arbeitsmärkte und höhere Verteidigungsausgaben sollen dabei helfen, staatliche Sparmaßnahmen auszugleichen. Großbritannien wird ein Wachstum von 0,9 % in diesem Jahr erwartet, das sich bis 2027 auf 1,1 % erholen soll, wenn sich der Welthandel stabilisiert und die Finanzierungsbedingungen lockern.

In Asien wird für China eine Verlangsamung des Wachstums von 5,0 % im Jahr 2025 auf 4,5 % im Jahr 2026 und 4,3 % im Jahr 2027 prognostiziert. Reichliche Energiereserven begrenzen dabei Chinas Anfälligkeit für Ölpreisspitzen. Japan hingegen gehört laut OECD zu den am stärksten von handelsbezogenen Störungen infolge des Golfkonflikts betroffenen Ländern. Das Wachstum soll sich dort von 1,1 % im Jahr 2025 auf 0,6 % im Jahr 2026 verlangsamen – eine Abwärtskorrektur gegenüber den März-Prognosen. Die OECD mahnte Japan angesichts steigender Zinsen zu einem „klaren und glaubwürdigen" Plan zur Konsolidierung der öffentlichen Finanzen.

Das Wachstum des Welthandels dürfte sich nach einem starken Jahr 2025 insgesamt abschwächen, obwohl die robuste Nachfrage nach KI-bezogenen Gütern und Investitionen, insbesondere in Asien, eine gewisse Unterstützung bieten soll.

Oecd WachstumsprognoseNahost-Krieg WirtschaftGlobale InflationWeltwirtschaft 2026Energiepreise RezessionOecd PrognoseGolfkonflikt Wirtschaft

Meistgelesene News

  1. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. XRP-Preisprognose: Was Anleger in den nächsten drei Jahren erwarten
  4. Galeria Karstadt Kaufhof: Beetz stellt Rettungsplan für Warenhauskette vor
  5. Ukraine-Roboterangriff im Donbas deckt Schwachstelle in Putins Kriegsmaschinerie auf

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.