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Fed-Chef Warsh holt zwei konservative Experten als Interims-Berater

Kevin Warsh zieht externe Unterstützung hinzu – darunter ein Mitautor des umstrittenen „Project 2025"-Kapitels zur Federal Reserve.

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Fed-Chef Warsh holt zwei konservative Experten als Interims-Berater

Federal-Reserve-Chef Kevin Warsh hat zwei externe Berater berufen, die ihn in seiner Einarbeitungszeit als Vorsitzender der US-Notenbank unterstützen sollen. Einer der Berater war maßgeblich an der Ausarbeitung eines konservativen Grundsatzplans beteiligt, der eine weitreichende Umstrukturierung der Fed empfahl. Dies berichten Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.

Bei einem der beiden Berater handelt es sich um Paul Winfree. Er war während der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump als Experte für Innenpolitik im Weißen Haus tätig. Damit bringt Winfree sowohl Regierungserfahrung als auch eine klare ideologische Ausrichtung in seine neue Beraterrolle ein.

Verbindung zu „Project 2025"

Besondere Aufmerksamkeit erregt Winfrees Vergangenheit als namentlich genannter Autor des Kapitels über die Federal Reserve im sogenannten „Project 2025". Dieses konservative Strategiepapier wurde im Vorfeld der US-Wahl 2024 erarbeitet und enthält weitreichende Empfehlungen zur Umgestaltung zentraler amerikanischer Institutionen. Das Kapitel zur Fed soll darin eine radikale Neuausrichtung der Notenbank vorgeschlagen haben.

„Project 2025" war im US-Wahlkampf 2024 ein viel diskutiertes Dokument. Es wurde von einer Gruppe konservativer Denkfabriken und Organisationen erstellt und skizziert detaillierte politische Pläne für eine republikanische Regierung. Kritiker sahen darin einen Fahrplan für einen tiefgreifenden Umbau staatlicher Institutionen, während Befürworter es als notwendige Reformagenda bezeichneten.

Warsh in der Einarbeitungsphase

Kevin Warsh ist als designierter oder neu ernannter Fed-Vorsitzender derzeit in einer Übergangsphase. Die Hinzuziehung externer Berater in dieser frühen Phase deutet darauf hin, dass er sich gezielt mit konservativen Wirtschafts- und Geldpolitikexperten umgibt. Über den zweiten Berater sind bislang keine näheren Details bekannt.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist diese Entwicklung von Bedeutung, da die Federal Reserve als wichtigste Zentralbank der Welt maßgeblichen Einfluss auf die globalen Finanzmärkte ausübt. Entscheidungen der Fed zu Leitzinsen und Geldpolitik wirken sich direkt auf Wechselkurse, Anleihemärkte und Aktienbörsen weltweit aus – und damit auch auf das Anlageumfeld in Deutschland und der Eurozone.

Die Berufung von Beratern mit einer klaren Verbindung zu konservativen Reformplänen für die Notenbank könnte ein Hinweis auf die künftige geldpolitische Ausrichtung unter Warsh sein. Konkrete politische Entscheidungen oder offizielle Stellungnahmen zu den Beratermandaten liegen bislang jedoch nicht vor.

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