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OECD-Prognose für Deutschland korrigiert

Handlungsempfehlungen und Ausblicke auf mögliche Maßnahmen zur Stabilisierung der Konjunktur

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OECD-Prognose für Deutschland korrigiert

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum erneut nach unten korrigiert. Laut dem kürzlich veröffentlichten Wirtschaftsausblick in Paris wird für das laufende Jahr lediglich ein Plus von 0,2 Prozent erwartet. Diese Korrektur folgt auf eine frühere Senkung der Prognose im Februar, als die OECD ihre Erwartungen von 0,6 Prozent auf 0,3 Prozent revidierte. Für das kommende Jahr prognostiziert die Organisation jedoch einen Aufschwung, mit einem geschätzten Konjunkturplus von 1,1 Prozent.

Die OECD führt diese Anpassungen teilweise auf die Struktur der deutschen Wirtschaft zurück, insbesondere auf die starke Präsenz der energieintensiven Industrie, die im Vergleich zu anderen Eurozonenländern eine größere Rolle spielt. Darüber hinaus wird die restriktive Fiskalpolitik als weiterer Faktor für das schwache Wachstum genannt. Die OECD-Experten betonen, dass die Wiedereinsetzung der Schuldenbremse und Einschränkungen bei der Nutzung von Sondervermögen die öffentlichen Ausgaben erheblich reduzieren.

Die Unsicherheit bezüglich der Finanzierung von geplanten Subventionen und Infrastrukturprojekten belastet laut der OECD die Investitionstätigkeit der Unternehmen und den Konsum der Haushalte. Um dieser Situation entgegenzuwirken, empfiehlt die Organisation der Bundesregierung, die Finanzierung geplanter Projekte im Klima- und Transformationsfond über das Jahr 2024 hinaus zu klären, um Planungssicherheit zu schaffen. Zudem könnten Maßnahmen wie die Streichung von umweltschädlichen Steuervergünstigungen, darunter das Dienstwagenprivileg und Dieselsubventionen, den fiskalischen Spielraum erhöhen.

Um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, schlägt die OECD eine Reform der Schuldenbremse vor, um den Spielraum für Nettoinvestitionen zu erweitern. Darüber hinaus könnten geringere Steuern und Sozialabgaben für niedrige und mittlere Einkommen sowie ein Bürokratieabbau die wirtschaftlichen Bedingungen verbessern. Die Organisation betont auch die Bedeutung einer verbesserten Arbeitsplatzqualität für Frauen und die Förderung ihrer Teilnahme am Arbeitsmarkt.

Trotz dieser Herausforderungen erwartet die OECD für das kommende Jahr ein stabiles Wachstum der deutschen Exporte. Die zurückgehende Inflation und steigende Löhne tragen bereits zur Steigerung der Kaufkraft und des Privatkonsums bei. Darüber hinaus sollen private Investitionen allmählich wieder zunehmen, begünstigt durch neue Lieferketten, Digitalisierung und den Ausbau erneuerbarer Energien.

OECD

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