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Novo Nordisk halbiert US-Listenpreise für Wegovy und Ozempic

Der dänische Pharmakonzern senkt ab Januar 2027 die Preise für seine GLP-1-Präparate um bis zu 50 Prozent.

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Novo Nordisk halbiert US-Listenpreise für Wegovy und Ozempic

Novo Nordisk will die monatlichen Listenpreise für seine populären Adipositas- und Diabetes-Medikamente in den USA drastisch senken. Ab dem 1. Januar 2027 sollen Wegovy, Ozempic und Rybelsus einheitlich 675 US-Dollar pro Monat kosten – das entspricht einer Reduktion von bis zu 50 Prozent gegenüber den aktuellen Preisen.

Derzeit liegt der Listenpreis für die Adipositas-Spritze Wegovy bei rund 1.350 US-Dollar monatlich. Die Diabetes-Präparate Ozempic und Rybelsus kosten aktuell etwa 1.027 US-Dollar pro Monat. Mit dem neuen einheitlichen Preis von 675 Dollar will Novo Nordisk vor allem versicherte Patienten entlasten, deren Eigenanteile direkt an den Listenpreis gekoppelt sind.

Besonders profitieren sollen Versicherte mit hohen Selbstbehalten oder Mitversicherungstarifen – also jene Patienten, die bislang trotz Krankenversicherung erhebliche Kosten selbst tragen mussten. Frühere Preissenkungen von Novo Nordisk hatten primär Selbstzahler ohne Versicherungsschutz für diese Medikamente begünstigt.

Wettbewerbsdruck durch Eli Lilly

Der Schritt erfolgt auch vor dem Hintergrund des intensiven Wettbewerbs im boomenden GLP-1-Markt. Konkurrent Eli Lilly hält derzeit den Mehrheitsanteil an diesem Blockbuster-Segment und konnte dank wirksamerer Medikamente sowie eines früheren Einstiegs in den Direktvertrieb die Marktführung übernehmen.

Eli Lilly hat seine US-Listenpreise bislang nicht signifikant gesenkt. Novo Nordisk könnte mit dem aggressiven Preisschritt versuchen, verlorene Marktanteile zurückzugewinnen und sich als günstigere Alternative für Versicherungsgesellschaften und Patienten zu positionieren.

Für deutsche Anleger ist der GLP-1-Markt von besonderem Interesse: Novo Nordisk ist an der Frankfurter Börse gelistet und zählt zu den bedeutendsten europäischen Pharmawerten. Die Preisentwicklung in den USA beeinflusst maßgeblich die Umsatz- und Gewinnerwartungen des Konzerns.

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