New York: Bürgermeister will Erbschaftssteuerfreibetrag drastisch kürzen
Zohran Mamdani plant, den Freibetrag von 7 Millionen auf 750.000 Dollar zu senken – ein Minus von fast 90 Prozent.

Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani hat einen radikalen Vorschlag zur Reform der staatlichen Erbschaftsteuer vorgelegt. Er will den Steuerfreibetrag von derzeit über 7 Millionen Dollar auf nur noch 750.000 Dollar absenken – eine Reduktion um knapp 90 Prozent. Gleichzeitig soll der Spitzensteuersatz der Erbschaftsteuer von 16 auf 50 Prozent steigen.
Der Vorschlag geht aus einem Memorandum hervor, das Mamdanis Büro an Abgeordnete des Bundesstaates New York weitergeleitet hat. Diese verhandeln derzeit über den Staatshaushalt. Zuerst hatte das Nachrichtenportal New York Focus über das interne Dokument berichtet.
Hintergrund ist ein erhebliches Haushaltsloch: Für das am 1. Juli beginnende Fiskaljahr steht New York City vor einem Defizit von 5,4 Milliarden Dollar. Mamdani bittet die Staatslegislative um Unterstützung bei der Einnahmengewinnung, um dieses Defizit zu schließen.
Fast ein Dutzend Ideen zur Einnahmesteigerung
Das Memorandum enthält insgesamt knapp ein Dutzend potenzielle Maßnahmen zur Erhöhung der Staatseinnahmen. Die drastische Senkung des Erbschaftssteuerfreibetrags ist dabei eine der weitreichendsten Ideen. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, hätte New York den niedrigsten Erbschaftssteuerfreibetrag aller US-Bundesstaaten.
Derzeit ist New York einer von lediglich 12 US-Bundesstaaten, die neben der föderalen Erbschaftsteuer auch eine eigene Steuer auf Staatsebene erheben. Auf Bundesebene liegt der amerikanische Erbschaftssteuerfreibetrag aktuell bei rund 13,6 Millionen Dollar pro Person – ein deutlicher Kontrast zu Mamdanis Plänen.
Für deutsche Anleger und Immobilienbesitzer mit Vermögenswerten in New York wären solche Änderungen unmittelbar relevant. In Deutschland gilt zum Vergleich ein Erbschaftssteuerfreibetrag von 400.000 Euro für Kinder – der geplante New Yorker Wert von 750.000 Dollar läge damit nur noch geringfügig darüber. Ob der Vorschlag im Staatshaushalt eine Mehrheit findet, ist derzeit noch offen.
