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New Jersey verschärft Regeln für berauschende Hanfprodukte deutlich

Ein neues Gesetz stuft THC-haltige Hanfprodukte als Marihuana ein und beschränkt deren Verkauf auf lizenzierte Fachgeschäfte.

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New Jersey verschärft Regeln für berauschende Hanfprodukte deutlich

Der US-Bundesstaat New Jersey hat seine Regulierung berauschender Hanfprodukte grundlegend verschärft. Ein von Gouverneurin Mikie Sherill unterzeichnetes Gesetz (Senate Bill 3945) trat am Montag in Kraft und stuft zahlreiche THC-haltige Produkte nicht mehr als Hanf, sondern als Marihuana ein. Damit dürfen diese Produkte nur noch in lizenzierten Marihuana-Fachgeschäften verkauft werden.

Bislang waren berauschende Hanfprodukte in New Jersey an Tankstellen, Kiosken, CBD-Shops und Smoke-Shops frei erhältlich. Diese Verkaufsstellen müssen das entsprechende Sortiment nun aus ihren Regalen nehmen. Der Onlinehandel sowie der Verkauf über Automaten sind ebenfalls verboten. Auch der Verkauf an Personen unter 21 Jahren ist untersagt.

Was als Marihuana gilt

Die New Jersey Cannabis Regulatory Commission hat klar definiert, welche Produkte ab sofort unter die neue Regelung fallen. Dazu zählen:

  • Cannabispflanzen oder keimfähige Samen mit einem Gesamt-THC-Gehalt von mehr als 0,3 Prozent (bezogen auf das Trockengewicht) – einschließlich Delta-8, Delta-9, Delta-10, THCA und weiterer berauschender Cannabinoide
  • Cannabinoide, die von einer Cannabispflanze nicht natürlich produziert werden können
  • Cannabinoide, die zwar natürlich vorkommen, aber chemisch synthetisiert wurden
  • Produkte mit mehr als 0,4 Milligramm Gesamt-THC pro Packung

Chemisch synthetisierte Cannabinoide sind durch das neue Gesetz vollständig verboten. Diese Regelung zielt darauf ab, sogenannte „Designer-Cannabinoide" vom Markt zu drängen, die in den vergangenen Jahren in den USA stark verbreitet waren und bislang in einer regulatorischen Grauzone operierten.

Sonderregelung für Hanfgetränke bis November

Eine Ausnahme gilt vorübergehend für Hanfgetränke. Diese dürfen unter der Aufsicht der Division of Alcoholic Beverage Control noch bis zum 13. November 2026 in einem streng regulierten Übergangszeitraum weiter verkauft werden. Ziel ist es, lizenzierten Produzenten und Einzelhändlern ausreichend Zeit zu geben, sich auf die endgültigen Vorschriften einzustellen.

Ab dem 13. November müssen dann sämtliche berauschenden Hanfprodukte mit einem Gesamt-THC-Gehalt von mehr als 0,4 Milligramm ausschließlich über das lizenzierte Marihuana-System des Bundesstaates vertrieben werden. Dieser Termin ist kein Zufall: Er fällt zeitlich mit dem Inkrafttreten verschärfter US-Bundesvorschriften für Hanf zusammen.

Die Cannabis Regulatory Commission richtet zudem eine klare Warnung an Hanfanbauer im Bundesstaat: Wer Produkte herstellen möchte, die die neuen THC-Grenzwerte überschreiten, muss eine Lizenz für den Anbau oder die Herstellung von Marihuana beantragen. Ab dem 13. April 2026 ist der Verkauf, die Produktion oder der Vertrieb solcher Produkte ohne eine entsprechende Kommissionslizenz rechtswidrig.

Die Entwicklung in New Jersey spiegelt einen breiteren Trend in den USA wider. Immer mehr Bundesstaaten reagieren auf die rasante Verbreitung von Delta-8-THC und ähnlichen Cannabinoiden, die aus Hanf gewonnen werden und berauschend wirken, aber lange Zeit kaum reguliert waren. Für die Cannabis-Branche bedeutet die Neuregelung eine erhebliche Marktverschiebung hin zu lizenzierten Strukturen.

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