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Namibia lockt Mineninvestoren: Goldbohrungen und Kupferproduktion starten

Zwei Unternehmen treiben Projekte voran – Ongwe Minerals bohrt nach Gold, Unicorn sichert sich Kupfermine.

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Namibia lockt Mineninvestoren: Goldbohrungen und Kupferproduktion starten

Der namibische Bergbausektor verzeichnet einen deutlichen Aktivitätsschub. Gleich zwei Unternehmen haben Mitte September 2026 bedeutende Fortschritte gemeldet: Ongwe Minerals startet eine erste Bohrkampagne auf seinen Goldprospekten, während Unicorn Mineral Resources eine Mehrheitsbeteiligung an einem historischen Kupferprojekt erwirbt. Die Entwicklungen unterstreichen den wachsenden Investitionsfluss in die Rohstoffvorkommen des südafrikanischen Landes.

Ongwe Minerals startet Goldbohrkampagne

Ongwe Minerals Inc. (TSXV: OGW) hat sein erstes Bohrprogramm auf dem Nguni-Goldprospekt im Omatjete-Goldprojekt offiziell begonnen. Der im Mai 2026 durch regionale Bodenproben identifizierte Prospekt zeichnet sich durch eine hochgradige Gold-in-Boden-Anomalie aus, die sich über mehr als sechs Kilometer erstreckt. Die Explorationsstrategie des Unternehmens stützt sich maßgeblich auf die geologischen Merkmale der Okondeka-Störungszone, einer Region, die bereits für bedeutende Goldlagerstätten bekannt ist – darunter WIA Golds Kokoseb-Vorkommen.

Zur Evaluierung des Nguni-Prospekts hat Ongwe zwei Bohranlagen mobilisiert. Ein Diamantbohrgerät ist für 3.500 Meter Bohrarbeit über 18 Löcher vorgesehen und konzentriert sich auf die höchstgradigen Abschnitte der Bodenanomalie, wo Proben Spitzenwerte von 1.310 ppb Au erreicht haben. Gleichzeitig führt ein Reverse-Circulation-Bohrgerät 1.500 Meter Erkundungsbohrungen über 13 Löcher durch, um die streichende Ausdehnung der Anomalie zu testen.

Neben den Arbeiten in Nguni treibt Ongwe das Manga-Goldprospekt voran, das 17 Kilometer westlich liegt. Das Unternehmen hat ein 1.000 Meter umfassendes Diamantbohrprogramm mit fünf Löchern abgeschlossen, um die östliche Ausdehnung der Grundgesteinsmineralisierung zu testen. Die Exploration in Manga wird durch Calcrete- und Alluvialbedeckung erschwert, die das darunterliegende Grundgestein verdeckt. Um dieses Problem zu lösen, setzt Ongwe vertikale Bohrtechniken ein – eine Methode, die zuvor von Osino Resources genutzt wurde.

Der technische Ansatz von Ongwe legt großen Wert auf strenge Qualitätskontrolle. Das Unternehmen verwendet einen mehrstufigen Analyseprozess, der hauseigene pXRF-Analysen und die detectORE™-Technik umfasst. Dabei werden Proben 16 Stunden lang in einem Maxi-Mixer-Fass getrommelt, um Gold für die pXRF-Messung zu lösen. Proben, die einen Schwellenwert von 10 detektierbaren Einheiten (dU) überschreiten, werden für die formelle Fire-Assay-Verifizierung im MSALAB-Labor in Omaruru priorisiert. Das Managementteam, das sich aus ehemaligen Osino-Resources-Mitarbeitern zusammensetzt, will seine Erfahrung mit namibischen Goldentdeckungen nutzen, um diese Ziele in wirtschaftliche Vermögenswerte umzuwandeln.

Unicorn Mineral Resources strebt kurzfristige Kupferproduktion an

Während Ongwe sich auf die Goldsuche konzentriert, verfolgt das an der LSE notierte Unternehmen Unicorn Mineral Resources eine Strategie hin zur kurzfristigen Produktion. Das Unternehmen hat einen Aktienkaufvertrag unterzeichnet, um einen 75-Prozent-Anteil an Q Global Copper Namibia zu erwerben, das zwei Explorationslizenzen im Kalahari-Gürtel hält. Kernstück dieser Übernahme ist die historische Kupfermine Klein Aub.

Unicorns Strategie zielt darauf ab, die langen Vorlaufzeiten traditioneller Bergbauprojekte zu umgehen. Durch die Verarbeitung bestehender Oberflächenressourcen will das Unternehmen innerhalb von zwölf Monaten zu einem cash-generativen Produzenten werden. Das Klein-Aub-Gelände enthält rund 5,5 Millionen Tonnen historischer Tailings mit geschätzten Gehalten von 0,24 Prozent Kupfer und 7,4 g/t Silber sowie 100.000 Tonnen hochgradiger Oberflächenschlämme mit geschätzten 1,34 Prozent Kupfer und 33,55 g/t Silber.

Unicorn-Vorsitzender Paddy Doherty bezeichnete die Übernahme als "strategischen Wendepunkt" für das Unternehmen. Die Investition steht ausdrücklich im Zusammenhang mit der globalen Energiewende. Das Unternehmen verweist auf die steigende Kupfernachfrage für Elektrifizierung und Netzmodernisierung als Haupttreiber. Unicorn beabsichtigt, das Projekt nach Abschluss einer bankfähigen Machbarkeitsstudie in die Produktion zu führen. Das Unternehmen hob Namibias stabiles regulatorisches Umfeld und die bestehende Infrastruktur als Schlüsselfaktoren für die Rentabilität des Projekts hervor.

Branchenkontext und Ausblick

Beide Unternehmen unterstreichen die Attraktivität Namibias als Bergbaustandort. Ongwe Minerals profitiert von den regionalen strukturellen Kontrollen der Okondeka-Störungszone, während Unicorn Mineral Resources auf die etablierte Bergbauunterstützung und Infrastruktur des Landes setzt, um seinen Produktionszeitplan zu beschleunigen.

Während Ongwes Ansatz in der risikoreichen, aber chancenreichen Natur der frühen Goldexploration verwurzelt ist, spiegelt Unicorns Strategie den Fokus auf operative Effizienz und sofortigen Marktzugang wider. Beide Firmen gehen davon aus, dass Namibias geologisches Potenzial und das günstige Investitionsklima ihre jeweiligen Entwicklungsziele weiterhin unterstützen werden. Der Markt wird in den kommenden Monaten auf die Bohrergebnisse von Ongwes Nguni- und Manga-Prospekten sowie auf die Fortschritte der Machbarkeitsstudien für das Kupferprojekt Klein Aub achten.

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