ANZEIGE

Musk einigt sich mit SEC: Twitter-Klage kostet 1,5 Millionen Dollar

Der Tech-Milliardär beendet den Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsicht – für einen Bruchteil der ursprünglich geforderten Summe.

2 Min
Musk einigt sich mit SEC: Twitter-Klage kostet 1,5 Millionen Dollar

Elon Musk und die US-Börsenaufsicht SEC haben sich im Streit um seine Twitter-Aktienkäufe auf einen Vergleich geeinigt. Musk zahlt demnach 1,5 Millionen Dollar – ein verschwindend geringer Betrag im Vergleich zu den ursprünglichen Forderungen der Behörde. Der Vergleich liegt der zuständigen Richterin zur abschließenden Bestätigung vor.

Der Hintergrund: Die SEC hatte Musk Anfang 2025 verklagt, weil er beim Aufbau seiner Twitter-Beteiligung im Jahr 2022 eine gesetzliche Meldepflicht verletzt haben soll. Nach US-Recht müssen Investoren innerhalb von zehn Kalendertagen öffentlich machen, wenn ihr Anteil an einem börsennotierten Unternehmen die Schwelle von fünf Prozent überschreitet.

Elf Tage zu spät – und 150 Millionen Dollar gespart

Musks Anteil an Twitter erreichte laut SEC am 14. März 2022 die kritische Fünf-Prozent-Marke. Die Pflichtmitteilung hätte also spätestens am 24. März erfolgen müssen. Stattdessen gab Musk erst am 4. April bekannt, dass er bereits neun Prozent der Aktien hält – elf Tage zu spät. Unmittelbar nach der Veröffentlichung schoss der Twitter-Aktienkurs um 27 Prozent in die Höhe.

Die SEC errechnete, dass Musk durch die verspätete Offenlegung rund 150 Millionen Dollar gespart hatte: Er konnte in der Zwischenzeit weitere Aktien zu künstlich niedrig gehaltenen Kursen erwerben. Anleger, die ihre Twitter-Anteile in diesem Zeitraum verkauften, erlitten dadurch nach Einschätzung der Behörde einen finanziellen Schaden. Die SEC forderte ursprünglich die vollständige Rückerstattung dieser Summe – zuzüglich einer zusätzlichen Strafe. Musks Anwälten zufolge hatte die Behörde bei einem früheren Vergleichsangebot sogar 200 Millionen Dollar verlangt.

Der nun vereinbarte Betrag von 1,5 Millionen Dollar entspricht gerade einmal einem Prozent der ursprünglich geforderten Summe. Für Musk, dessen Vermögen der Finanzdienst Bloomberg aktuell auf rund 657 Milliarden Dollar schätzt, ist dies eine überschaubare Angelegenheit.

Klageabweisung scheiterte im Februar

Musk hatte zuvor versucht, den Rechtsstreit auf anderem Weg zu beenden. Im Februar 2025 scheiterte er mit dem Antrag, die Klage vollständig abweisen zu lassen. Seine Anwälte argumentierten, die SEC wende Gesetze selektiv an und greife mit der Klage sein Recht auf freie Meinungsäußerung an. Richterin Sparkle Sooknanan folgte dieser Argumentation jedoch nicht und ließ die Klage zu.

Der Kauf von Twitter – heute unter dem Namen X bekannt – war eines der aufsehenerregendsten Unternehmensdeals der jüngeren Geschichte. Musk zahlte insgesamt rund 44 Milliarden Dollar für die Plattform. Einen Großteil der Summe finanzierte er durch den Verkauf von Tesla-Aktien, ergänzt durch Kredite in Höhe von rund zwölf Milliarden Dollar. Der Deal schloss sich im Oktober 2022 ab.

Musk ist dank seiner Beteiligungen an Tesla und dem Raumfahrtunternehmen SpaceX der reichste Mensch der Welt. Der nun erzielte Vergleich dürfte für ihn vor allem eines bedeuten: rechtliche Klarheit – und ein Ende eines langwierigen Behördenstreits zu vergleichsweise günstigen Konditionen.

Elon MuskSec KlageTwitter ÜbernahmeMeldepflicht AktienVergleich SecX CorpBörsenaufsicht Usa

Meistgelesene News

  1. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  2. Jugendarbeitslosigkeit in China steigt im August auf 18,9 Prozent
  3. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  4. Iran-Kriegsende droht: Insider kaufen trotz Ölpreis-Risiko Energieaktien
  5. SpaceX-Aktie: Kann eine 5.000-Dollar-Investition zum Millionär machen?

Disclaimer