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Morgan Stanley Umfrage: So denken US-Verbraucher über KI

44 Prozent der Amerikaner stehen KI positiv gegenüber – doch Alter, Einkommen und Nutzungsverhalten zeigen ein differenziertes Bild.

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Morgan Stanley Umfrage: So denken US-Verbraucher über KI

Fast die Hälfte der US-Verbraucher bewertet künstliche Intelligenz positiv. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Investmentbank Morgan Stanley unter rund 2.000 Amerikanern im Alter von 16 bis 75 Jahren. Demnach äußerten 44% der Befragten eine positive Meinung zu KI, während 28% negativ und 25% neutral eingestellt waren. Der Netto-Zustimmungswert liegt damit bei 16%.

Hinter dieser Gesamtzahl verbergen sich jedoch erhebliche Unterschiede. Wöchentliche Nutzer der Technologie zeigten sich mit Abstand am optimistischsten: 74% von ihnen standen KI positiv gegenüber, nur 7% negativ – ein Netto-Wert von 66%. Die Umfrage legt damit nahe, dass persönliche Erfahrung mit KI-Tools die Einstellung maßgeblich beeinflusst.

Deutliches Altersgefälle bei der KI-Akzeptanz

Das Altersgefälle ist besonders ausgeprägt. Die höchste Netto-Zustimmung verzeichneten die 25- bis 34-Jährigen mit 46%, gefolgt von den 35- bis 44-Jährigen mit 38%. Bei den 45- bis 54-Jährigen sank der Wert auf 19%, bei den 16- bis 24-Jährigen auf 13%. Amerikaner ab 55 Jahren waren die einzige Altersgruppe mit einer negativen Netto-Zustimmung von -13%.

Auch Einkommen und Geschlecht spielen eine Rolle. Haushalte mit einem Jahreseinkommen von 100.000 US-Dollar oder mehr wiesen eine Netto-Zustimmung von 26% auf, während es bei Haushalten unter 50.000 US-Dollar lediglich 7% waren. Männer lagen mit 28% deutlich vor Frauen mit 6%. Nach politischer Zugehörigkeit erreichten Konservative einen Wert von 31%, die politische Mitte 17% und Liberale 4%.

Zeitersparnis und Informationszugang als Hauptargumente

Unter den KI-Befürwortern nannten je 53% der Befragten Zeitersparnis und einen verbesserten Zugang zu Informationen als häufigste Gründe für ihre positive Haltung. Produktivitätssteigerungen wurden von 37% angeführt, positive persönliche Erfahrungen von 35%. Vorteile wie eine verbesserte Gesundheitsversorgung oder die Unterstützung des Wirtschaftswachstums folgten mit 24 bis 25%.

Die Ablehnung von KI basiert hingegen überwiegend auf Befürchtungen, nicht auf eigenen schlechten Erfahrungen. Unter den KI-Skeptikern nannten 51% Betrug und missbräuchliche Verwendung als Hauptgrund, 45% Fehlinformationen, 44% unzureichende Schutzmaßnahmen und 42% Datenschutzbedenken. Nur 6% der Kritiker gaben an, tatsächlich negative persönliche Erfahrungen mit KI-Tools gemacht zu haben.

Nutzung im Alltag und am Arbeitsplatz

Bei der tatsächlichen Nutzung gaben 22% der Befragten an, KI im April täglich für persönliche Zwecke einzusetzen. Etwa die Hälfte nutzt KI mindestens wöchentlich – ein Wert, der laut Morgan Stanley seit Januar stabil geblieben ist. Der wichtigste persönliche Anwendungsfall war Recherche und Lernen mit 42%, gefolgt von der Suche nach Kochrezepten mit 27%.

Am Arbeitsplatz nutzten 29% der erwerbstätigen Befragten KI im vergangenen Monat für berufliche Aufgaben. Büroangestellte adaptierten die Technologie mit 39% deutlich häufiger als Arbeiter mit 22%. Unter den beruflichen KI-Nutzern stand die Informationsbeschaffung mit 68% an erster Stelle, gefolgt von Schreib- und Bearbeitungsaufgaben mit 61%.

Die Sorge über landesweite Arbeitsplatzverluste durch KI äußerten 34% der KI-Skeptiker, während sich nur 18% um die eigene Beschäftigung sorgten. Die Umfrage weist eine Fehlermarge von 1,8% bei einem Konfidenzniveau von 90% auf.

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