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Meta-Aktie steigt 33 Prozent: Zuckerbergs KI-Hardware-Strategie im Fokus

Motley-Fool-Analysten diskutieren Metas neue Brillen, den KI-Agenten Muse und Oracles Force-Majeure-Erklärung.

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Meta-Aktie steigt 33 Prozent: Zuckerbergs KI-Hardware-Strategie im Fokus

Die Meta-Aktie hat in nur einem Monat um 33 Prozent zugelegt – ein außergewöhnlicher Wert für ein Unternehmen, das derzeit fast zwei Billionen US-Dollar wert ist. Im Mittelpunkt der jüngsten Diskussion der Motley-Fool-Mitwirkenden Travis Hoium und Lou Whiteman sowie der Analystin Emily Flippen steht die Frage, ob Mark Zuckerberg mit seiner Hardware- und KI-Strategie tatsächlich eine neue Plattform schaffen kann. Anlass war das Meta-Connect-Event, auf dem das Unternehmen neue Brillen und ein noch nicht erhältliches "Charm"-Gerät vorstellte.

Emily Flippen zeigt sich ungewöhnlich optimistisch. Sie sieht erstmals echte Anwendungsfälle für Durchschnittsnutzer. Besonders die Partnerschaft mit Ray-Ban und die Einführung von Brillen ohne Kamera wertet sie als Schritt in die richtige Richtung. Die Kamera war bislang ein häufiger Kritikpunkt, da viele Menschen sich unwohl fühlen, wenn jemand potenziell Filmaufnahmen macht. Brillen ohne Kamera könnten dieses Problem entschärfen.

Skepsis gegenüber dem Plattform-Potenzial

Lou Whiteman bleibt zurückhaltend. Er bezweifelt, dass die Normalbevölkerung ein zweites Gerät neben dem Smartphone benötigt. "Ich denke, das erste Gerät ist ziemlich gut", so Whiteman. Er vergleicht die neuen Produkte mit dem ersten Smart-Kühlschrank aus dem Jahr 2000: Konsumentenverhalten ändere sich nur schwer, wenn bestehende Lösungen gut genug seien. Zwar räumt er ein, dass Meta mit dem KI-Agenten Muse einen Moment habe, doch dieser könnte schnell vorübergehen.

Der KI-Agent Muse war zuletzt die Nummer eins in allen App-Stores und erhielt viel Aufmerksamkeit. Travis Hoium verweist auf eine Diskussion von Ben Carlson, wonach Tech-Enthusiasten den Nutzen solcher Anwendungen für normale Menschen überbewerten. Flippen widerspricht: Ein KI-gesteuerter persönlicher Assistent sei grundsätzlich für viele nutzbar, sofern die Eintrittsbarrieren niedrig und das Vertrauen hoch seien.

Ein zentrales Problem sieht Flippen jedoch in der Konkurrenz. Meta verfüge nicht über die vertrauenswürdigen Datenmengen, die etwa Google mit Gmail und Kalender oder Apple mit dem iPhone besitze. Ein Gemini-basierter Assistent von Google könnte sich nahtloser integrieren. "Ich wäre überrascht, wenn wir in drei Monaten immer noch darüber sprechen, dass Muse die Nummer-1-App im App Store ist", so Flippen.

Monetarisierung bleibt unklar

Offen ist auch die Frage der Monetarisierung. Mark Zuckerberg hat erklärt, Meta wolle einen kleinen Anteil an jeder Transaktion über Muse einnehmen. Dafür müssten Nutzer jedoch ihre Anmeldedaten und Kreditkarten hinterlegen und Konten wie Uber oder Walmart verbinden. Hoium hält das für eine schwere Aufgabe: "Ich verbinde meine Finanzinformationen nicht." Whiteman zweifelt zusätzlich, ob sich die Auszahlung rechne, wenn Meta jährlich hunderte Milliarden Dollar für Rechenleistung ausgebe.

Als zweiten großen Themenkomplex griffen die Analysten Oracles Force-Majeure-Erklärung bei einem Stargate-Vertrag auf. Der Begriff bedeutet wörtlich "überlegene Kraft" und ist ein juristischer Mechanismus, der in vielen Verträgen als Sicherheitsnetz dient. Er greift bei unerwarteten, unkontrollierbaren Ereignissen und befreit eine Partei von ihren Pflichten.

Flippen, die vor ihrer Zeit bei Motley Fool im Energy Project Finance arbeitete, bezeichnet Force Majeure als "Nuklearoption". Dass Oracle sie ausgerechnet jetzt auslöst, sei bemerkenswert. Berichten zufolge ist Oracle verpflichtet, Energie für ein Rechenzentrum zu liefern, doch die Beschaffung von Strom und Genehmigungen könnte sich als Herausforderung erweisen. Als historisches Beispiel für häufige Force-Majeure-Fälle nennt Flippen die COVID-Pandemie.

Bemerkenswert ist für die Analysten, dass Oracle und seine Vertragspartner die Angelegenheit herunterspielen. Die Aktie fiel zunächst leicht und erholte sich wieder. Flippen betont: "Ich denke nicht, dass man Force Majeure aufruft, wenn hinter den Kulissen nichts los ist, das Sie besonders besorgt macht." Für Anleger bleibt die Frage, wie belastbar die verbleibenden Leistungsverpflichtungen von OpenAI tatsächlich sind.

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