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Manhattan ermittelt wegen Insiderhandel auf Prognosemärkten

Die US-Bundesstaatsanwaltschaft untersucht profitable Wetten auf Plattformen wie Polymarket auf mögliche Gesetzesverstöße.

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Manhattan ermittelt wegen Insiderhandel auf Prognosemärkten

Die Bundesstaatsanwaltschaft in Manhattan hat Ermittlungen zu möglichem Insiderhandel auf sogenannten Prognosemärkten eingeleitet. Wie CNN unter Berufung auf mehrere Quellen berichtet, prüft die Abteilung für Wertpapier- und Rohstoffbetrug des südlichen Bezirks von New York, ob bestimmte profitable Wetten gegen geltendes Recht verstoßen haben.

Im Fokus der Untersuchung steht unter anderem Polymarket, eine der führenden Plattformen für Prognosemärkte. Vertreter der Staatsanwaltschaft trafen sich demnach mit Polymarket-Repräsentanten, um zu erörtern, wie bestehende Gesetze auf potenzielles Fehlverhalten in der Branche angewendet werden könnten. Prognosemärkte erlauben es Nutzern, auf den Ausgang realer Ereignisse zu wetten – von Wahlergebnissen bis hin zu geopolitischen Entwicklungen.

Besonders pikant: Das US-Justizministerium untersucht laut einer Quelle auch Wetten auf den genauen Zeitpunkt der Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro. Solche Trades könnten auf Vorabwissen basieren, das der breiten Öffentlichkeit nicht zugänglich war – ein klassisches Merkmal von Insiderhandel.

Wachsende Branche mit kaum Regulierung

Die Ermittlungen markieren eine deutliche Eskalation im Umgang der US-Behörden mit der Prognosemarkt-Branche. Diese hat im vergangenen Jahr stark an Bedeutung gewonnen, operierte dabei jedoch weitgehend ohne nennenswerte bundesstaatliche Regulierungsaufsicht.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist der Fall besonders relevant, da Prognosemärkte auch hierzulande zunehmend Interesse wecken. Die US-Ermittlungen könnten als Blaupause für künftige Regulierungsansätze in anderen Ländern dienen. Experten erwarten, dass die Behörden weltweit die rechtliche Einordnung dieser Plattformen schärfer in den Blick nehmen werden.

Die Untersuchung verdeutlicht ein grundsätzliches Problem: Wenn Nutzer über privilegierte Informationen verfügen und diese für Wetten auf Prognosemärkten nutzen, stellt sich die Frage, ob dies denselben Regeln unterliegen sollte wie klassischer Insiderhandel an Wertpapierbörsen. Eine abschließende rechtliche Klärung steht noch aus.

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