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Leon Black bestreitet vor US-Kongress Beteiligung an Epstein-Netzwerk

Apollo-Mitgründer Leon Black sagt aus: Er habe Epstein nie für Frauen bezahlt und sei von ihm getäuscht worden.

• 2 Min
Leon Black bestreitet vor US-Kongress Beteiligung an Epstein-Netzwerk

Der Milliardär und Mitgründer von Apollo Global Management, Leon Black, hat vor dem Aufsichtsausschuss des US-Repräsentantenhauses jede Beteiligung an Jeffrey Epsteins Sexhandelsring bestritten. In vorbereiteten Äußerungen, die dem Wall Street Journal vorlagen, erklärte Black unmissverständlich: „Ich habe niemals eine Frau missbraucht. Ich war niemals mit einer minderjährigen Frau zusammen."

Black betonte zudem: „Ich habe Epstein niemals für den Zugang zu Frauen bezahlt. Ich wurde niemals von Epstein erpresst. Ich war nicht an Epsteins abscheulichem Verhalten beteiligt und hatte keine Kenntnis davon." Diese klaren Dementis richten sich gegen Vorwürfe, die im Zusammenhang mit den laufenden Kongressuntersuchungen rund um das Epstein-Netzwerk erhoben wurden.

Blacks Geschäftsbeziehung mit Epstein

Black war einer der größten Finanzkunden des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Er gab an, Epstein um das Jahr 1996 kennengelernt und ihn für Steuerplanungs- und Nachlassdienstleistungen engagiert zu haben. Nach Epsteins Verurteilung wegen der Aufforderung einer Minderjährigen zur Prostitution im Jahr 2008 entschied sich Black, ihm eine zweite Chance zu geben – eine Entscheidung, die er heute bereut.

In seinen vorbereiteten Bemerkungen erklärte Black, er habe Epstein geglaubt, als dieser ihm versicherte, die Verurteilung von 2008 sei ein „Einzelfall" gewesen. „Ich bedauere es, ihm bei seiner Einstellung im Jahr 2013 eine zweite Chance gegeben zu haben", so Black. Diese Aussage verdeutlicht, wie Epstein offenbar auch gegenüber wohlhabenden und einflussreichen Geschäftspartnern ein Doppelleben führte.

Millionenschwere Gebühren und falsche Steuerberatung

Besonders brisant sind Blacks Angaben zu den finanziellen Dimensionen der Zusammenarbeit. Epstein habe laut Black „ein massives Nachlassproblem" für ihn gelöst, ihm jedoch fälschlicherweise mitgeteilt, dass die hohen Gebühren steuerlich absetzbar seien. „Was ich für 95 Millionen Dollar an Nettogebühren hielt, die über fünf Jahre an ihn gezahlt wurden, waren in Wirklichkeit 158 Millionen Dollar", erklärte Black. Diese Diskrepanz von rund 63 Millionen Dollar zeigt das Ausmaß der finanziellen Täuschung, der Black nach eigenen Angaben zum Opfer fiel.

Epstein verfügte laut Black über ein „unvergleichliches Netzwerk von Beziehungen" zu namhaften Persönlichkeiten. Black nannte in diesem Zusammenhang unter anderem Deepak Chopra, Elon Musk und den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Dieses Netzwerk dürfte Epstein geholfen haben, sein Ansehen trotz der Vorstrafen aufrechtzuerhalten.

Grenzen der Aussagebereitschaft

Black erklärte gegenüber dem Ausschuss, er werde die Fragen zur Arbeit beantworten, die Epstein für ihn geleistet habe. Er werde jedoch „nicht über das Privatleben erwachsener Frauen sprechen, die sich nicht dazu entschieden haben und es nicht verdienen, von mir oder jemand anderem mit Epstein in Verbindung gebracht zu werden." Damit zog Black eine klare Grenze bei seiner Kooperationsbereitschaft.

Der Fall Epstein beschäftigt die US-amerikanische Politik und Justiz seit Jahren. Jeffrey Epstein starb im August 2019 in seiner Gefängniszelle in New York unter bis heute umstrittenen Umständen. Die Kongressuntersuchungen zielen darauf ab, das volle Ausmaß seines Netzwerks und mögliche Mittäter oder Mitwisser zu identifizieren. Für deutsche Anleger ist der Fall insofern relevant, als Apollo Global Management zu den bedeutendsten Private-Equity-Gesellschaften weltweit zählt und auch in Europa aktiv investiert.

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