ANZEIGE

Krypto-Plattformen mit verdächtigen Aktivitäten in Verbindung gebracht

Meldungen von in San Francisco ansässigen „Gelddienstleistungsunternehmen“ verdreifacht

2 Min
Krypto-Plattformen mit verdächtigen Aktivitäten in Verbindung gebracht

Das System der US-Regierung zum Aufspüren von Geldwäsche hat einen Anstieg verdächtiger Aktivitätsberichte von einer Reihe von Finanzunternehmen aus San Francisco erhalten, zu denen einige der weltweit führenden Handelsplätze für Kryptowährungen gehören, so ein neuer auf Bundesdaten basierender Bericht.

Obwohl sie als Börsen bekannt sind, sind viele Krypto-Handelsplattformen als „Gelddienstleistungsunternehmen“ registriert – eine Kategorie, die auch Devisenhändler und Geldübermittler umfasst. Diese Gelddienstleistungsunternehmen sind verpflichtet, sogenannte „Sars“ an das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) des Finanzministeriums zu übermitteln.

In San Francisco, der Heimat vieler Krypto-Handelsplattformen, haben Gelddienstleistungsunternehmen im vergangenen Jahr 206.527 Sars eingereicht (73.959 im Jahr 2020, 14.845 in 2019), so Dynamic Securities Analytics, ein Beratungsunternehmen für Geldwäschebekämpfung in Tampa, Florida. Insgesamt machten die Gelddienstleistungsunternehmen in San Francisco etwa eine von 15 der fast 3,1 Mio. Sars aus, die 2021 landesweit eingereicht wurden, so DSA.

Da es keine Kryptowährungskategorien auf den Sars-Formularen gibt, kann nicht bestätigt werden, dass Krypto-Börsen in San Francisco für den Anstieg der Einreichungen bei FinCEN durch Gelddienstleistungsunternehmen in der Stadt verantwortlich waren.

Alison Jimenez, die Präsidentin der DSA, sagte jedoch, dass die Aktivität von Kryptobörsen die wahrscheinlichste Erklärung für den Anstieg sei, wobei sie darauf hinwies, dass FinCEN im Jahr 2019 eine Anleitung herausgegeben hatte, in der die Notwendigkeit betont wurde, dass Händler mit „konvertierbaren virtuellen Währungen“ sich als Gelddienstleistungsunternehmen registrieren und die Anforderungen zur Bekämpfung der Geldwäsche erfüllen müssen.

Sie sagte, dass 65.397 der von Gelddienstleistungsunternehmen in San Francisco im vergangenen Jahr eingereichten Sars den Verdacht aufwarfen, dass ein anderes Unternehmen ein nicht registriertes oder nicht lizenziertes Gelddienstleistungsunternehmen war - ein Zeichen dafür, dass die FinCEN-Anleitung Auswirkungen haben könnte. Im Vergleich dazu gab es im nahegelegenen Santa Clara County, Kalifornien, wo große Silicon-Valley-Zahlungsunternehmen wie PayPal ansässig sind, nur 122 solcher Anmeldungen.

Coinbase, eine börsennotierte Kryptobörse, die bei FinCEN als Gelddienstleistungsunternehmen in San Francisco registriert ist, warnte davor, weitreichende Schlussfolgerungen aus den Daten des DSA-Berichts zu ziehen. Es sagte, dass ein Anstieg der Sars-Meldungen nur signalisiert, dass mehr potenziell illegale Aktivitäten gemeldet werden - und nicht gleichbedeutend mit einer Zunahme der Geldwäsche ist.

Steven Christie, globaler Leiter der Compliance-Abteilung von Kraken, einer Kryptobörse in San Francisco, die als Gelddienstleistungsunternehmen registriert ist, sagte, dass er den Anstieg der Sars-Meldungen, die im DSA-Bericht detailliert aufgeführt sind, als Zeichen einer „größeren Bewegung“ von alternativen Zahlungsmethoden sieht, die während der Pandemie an Popularität gewonnen haben. „Krypto ist nur eine von vielen“, sagte er.

Er fügte hinzu: „Wo es eine Möglichkeit gibt, Werte auszutauschen, gibt es auch eine Möglichkeit für schlechte Akteure, zu versuchen, jede Plattform auszunutzen. Aber Sie werden feststellen, dass die Hauptakteure im Kryptobereich sehr versiert sind und viel Zeit, Energie und Ressourcen investiert haben, um sicherzustellen, dass ihre Plattformen vor dieser Art von Aktivitäten sicher sind.“

Jimenez sagte, dass ihr Bericht darauf hinweise, dass die FinCEN detailliertere Informationen über die Verwendung von Kryptowährungen bei Finanzverbrechen und Geldwäsche sammeln müsse. „Es gibt eine Menge Diskussionen darüber, wie man die Kryptoindustrie am besten reguliert“, sagte sie. „Wir brauchen mehr Daten.“

KryptowährungenFinCENUSA

Meistgelesene News

  1. Amazon Prime Air Crash in Miami: Fünf Tote bei Frachtflugzeug-Unglück
  2. Microsoft-Aktie fällt – Technologiekonzern kämpft mit Ausfällen
  3. Fed-Signale beflügeln US-Märkte: Palantir und Snowflake mit starken Kursgewinnen
  4. BP setzt auf Stabilität – Raffineriemargen erreichen Krisenniveau
  5. Europäische Indizes kaum verändert – Telekom treibt DAX an

Disclaimer