Kreml: Noch keine Entscheidung über Putin-Trump-Gipfel im Dezember
Der Kreml lässt offen, ob Wladimir Putin im Dezember zur G20 nach Miami reist und dort Donald Trump trifft.

Das Kreml hat am Donnerstag erklärt, dass noch keine Entscheidung über einen möglichen Gipfel im Dezember zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem US-Präsidenten Donald Trump getroffen wurde. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte gegenüber Reportern, es sei zu früh, um darüber zu diskutieren, welche Themen die beiden Staatschefs ansprechen könnten. Zuvor hatten die Vereinigten Staaten Putin für eine G20-Tagung im Dezember in Miami im US-Bundesstaat Florida eingeladen, wo ein Treffen mit Trump möglich wäre. Diese Einladung hatte US-Außenminister Marco Rubio am Mittwoch öffentlich gemacht.
Peskow betonte, das Kreml schätze die Einladung und werde sie prüfen, bevor eine Entscheidung getroffen werde. Detaillierte Angaben zu möglichen Diskussionspunkten verweigerte er jedoch. Damit bleibt offen, ob es tatsächlich zu einem persönlichen Treffen der beiden Präsidenten am Rande des Gipfels kommt. Die russische Seite hält sich in der Frage der Tagesordnung bewusst bedeckt.
Russland pocht auf dauerhafte Friedensregelung
Peskow bekräftigte erneut die Position Russlands, wonach man eine Friedensregelung anstrebe und nicht nur einen vorübergehenden Waffenstillstand. Diese Formulierung ist für Beobachter zentral, denn sie unterscheidet zwischen einer kurzfristigen Feuerpause und einer umfassenden politischen Lösung. Moskau hatte diesen Standpunkt bereits mehrfach vertreten. Eine endgültige Vereinbarung sehen Fachleute bislang jedoch nicht in Reichweite.
Trump hat seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus versucht, ein Ende des Ukraine-Krieges auszuhandeln. Diese Bemühungen haben bislang keinen Durchbruch erzielt. Der US-Präsident hatte den Konflikt wiederholt als eines seiner außenpolitischen Kernziele bezeichnet und mehrere Gesprächsrunden angestoßen. Ein durchschlagender Erfolg blieb bislang aus.
G20 als möglicher Rahmen für ein Spitzentreffen
Die G20-Tagung im Dezember in Miami bietet nach Einschätzung von Beobachtern einen geeigneten Rahmen für ein mögliches Spitzentreffen. Ob Putin die Reise in die USA tatsächlich antreten würde, ist offen. Der Kreml hat bislang nur die grundsätzliche Prüfung der Einladung bestätigt.
Für die Finanzmärkte ist die Frage eines möglichen Putin-Trump-Gipfels von Bedeutung, weil sie Hoffnungen auf eine Entspannung im Ukraine-Konflikt und auf verringerte geopolitische Risiken nährt. Bereits in der Vergangenheit hatten Signale für mögliche Verhandlungen kurzfristig für Bewegung an den Märkten gesorgt – etwa bei Energie- und Rüstungswerten sowie bei Vermögenswerten aus der Region. Konkrete Schritte wurden bislang allerdings nicht bekannt.
Solange der Kreml keine Entscheidung über eine Teilnahme Putins verkündet, dürfte die Unsicherheit anhalten. Anleger sollten die weitere Entwicklung daher aufmerksam verfolgen. Klarheit könnte erst mit einer offiziellen Bestätigung aus Moskau entstehen.
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