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Kospi bricht um 12% ein: Nahost-Konflikt erschüttert Asiens Märkte

Der südkoreanische Aktienmarkt erlebt seinen schlimmsten Handelstag der Geschichte – ausgelöst durch die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten.

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Kospi bricht um 12% ein: Nahost-Konflikt erschüttert Asiens Märkte

Der südkoreanische Kospi hat am Mittwoch mit einem Einbruch von 12% seinen schlechtesten Handelstag aller Zeiten verzeichnet. Auch der japanische Nikkei und der taiwanesische Leitindex verloren jeweils rund 4%. Der koreanische Won fiel auf den schwächsten Stand seit 17 Jahren, mehrere asiatische Börsen sahen sich gezwungen, den Handel vorübergehend auszusetzen.

Auslöser der massiven Turbulenzen ist der anhaltende Konflikt im Nahen Osten, der die Energieversorgung der Region bedroht. Asiens große Industrienationen – darunter Japan, Südkorea und Taiwan – sind in hohem Maße auf Energieimporte aus dem Nahen Osten angewiesen. Sowohl der Preisanstieg als auch die durch den Konflikt verursachte Versorgungsunsicherheit belasten die Märkte erheblich.

Die Preise für US-Rohöl und die globale Sorte Brent stiegen um weitere 3%, blieben jedoch unter den am Dienstag erreichten 8-Monats- bzw. 19-Monats-Hochs. Europas Aktienmärkte legten dagegen um rund 0,5% zu – eine Verschnaufpause nach zwei Tagen schwerer Verluste. Auch US-Aktienfutures notierten leicht im Plus.

Energieversorgung im Fokus

US-Präsident Trump kündigte an, Schiffsversicherungen und möglicherweise marinebezogene Unterstützung bereitzustellen, um Energielieferungen aus dem faktisch blockierten Golf zu ermöglichen. Analysten erwarten jedoch, dass diese Maßnahmen einige Zeit benötigen werden, um Wirkung zu zeigen. Für die Weltmärkte bedeutet das: Die Energieblockade dürfte eher Wochen als Tage andauern.

Die europäischen Gaspreise sind in dieser Woche auf den höchsten Stand seit drei Jahren geklettert – fast 20% über dem Vorjahresniveau. Europa geht mit Gasspeicherständen, die deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt liegen, aus dem Winter heraus. Die EU teilte ihren Mitgliedstaaten am Mittwoch mit, dass sie keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Erdgasversorgungssicherheit sehe.

Am Devisenmarkt flachte der Anstieg des US-Dollars weitgehend ab, während die Renditen von Staatsanleihen weiter zulegten. Gold und andere Edelmetalle, die in den ersten Tagen des geopolitischen Schocks unerwarteterweise unter Druck geraten waren, gewannen am Mittwoch wieder an Boden. Einige Marktteilnehmer schöpften zudem Hoffnung aus Berichten, wonach Beamte aus Teheran am Wochenende geheime Kontakte nach Washington geknüpft hätten, um über ein Ende des Konflikts zu beraten.

Weitere Risiken für Anleger

Selbst wenn sich die Lage am Golf entspannen sollte, warnen Experten vor weiteren Risikofaktoren. Wachsende Sorgen um Private-Credit-Fonds großer Vermögensverwalter wie Blackstone und BlackRock rücken zunehmend in den Blickpunkt. Zudem bleibt die politische Lage im Iran nach der Tötung von Ayatollah Ali Khamenei am vergangenen Wochenende unberechenbar – die Frage der Nachfolge des Obersten Führers beschäftigt viele Beobachter.

Auf dem Wirtschaftskalender stehen für den heutigen Tag der ADP-Bericht zur Beschäftigung im US-Privatsektor sowie der ISM-Index für den Dienstleistungssektor. Beide Daten werden im Vorfeld des wichtigen US-Arbeitsmarktberichts am Freitag besonders aufmerksam beobachtet. Zudem veröffentlicht die US-Notenbank Federal Reserve ihr aktuelles Beige Book.

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