Asiens Börsen schwächeln – Südkorea und Japan mit starkem Februar
Technologieverluste belasten asiatische Märkte am Freitag, doch KOSPI und Nikkei glänzen mit Monatsgewinnen von bis zu 20 Prozent.

Die meisten asiatischen Börsen gaben am Freitag nach, belastet durch Verluste im Technologiesektor. Schwache Vorgaben von der Wall Street setzten die Märkte unter Druck – selbst starke Quartalsergebnisse von Nvidia konnten den Technologiesektor nicht stützen. Die Nvidia-Aktie verlor am Donnerstag 5,5 Prozent, die Nasdaq-100-Futures fielen im asiatischen Handel um weitere 0,3 Prozent.
Dennoch blicken Südkorea und Japan auf einen außergewöhnlich starken Februar zurück. Der südkoreanische KOSPI verzeichnete im Monatsverlauf ein Plus von fast 20 Prozent und war damit der mit Abstand beste Performer in der gesamten Region. Der japanische Nikkei 225 legte im selben Zeitraum rund 10 Prozent zu.
Südkorea: KI-Hype treibt Rekordrally
Am Freitag selbst gehörte der KOSPI zu den schwächsten Märkten Asiens und fiel um bis zu 2 Prozent von seinen jüngsten Rekordhochs. Chiphersteller wie Samsung Electronics und SK Hynix verloren 0,9 beziehungsweise 2,6 Prozent. Als Ausnahme stach Hyundai Motor hervor: Der Autobauer stieg um 2,5 Prozent auf ein Rekordhoch, nachdem er Investitionen von rund 9 Billionen Won (etwa 6,26 Milliarden US-Dollar) in KI-Rechenzentren und eine Roboterfabrik angekündigt hatte.
Der KOSPI gilt als einer der Hauptprofiteure des globalen KI-Booms. Ein Großteil seiner Technologie- und Industrietitel wird als potenzieller Gewinner der aufstrebenden Technologie eingestuft, was die starke Monatsbilanz erklärt.
Japan: Inflationsdaten stützen binnenwirtschaftliche Aktien
Japans Nikkei 225 fiel am Freitag um 0,2 Prozent, während der breiter gefasste TOPIX-Index um 0,8 Prozent zulegte. Neue Inflationsdaten aus Tokio zeigten, dass die Kerninflation im Februar unter das Zwei-Prozent-Ziel der Bank of Japan fiel. Dies dämpft die Erwartungen an baldige Zinserhöhungen der Notenbank.
Die Aussicht auf ein weiterhin lockeres Zinsumfeld beflügelte vor allem binnenwirtschaftlich orientierte Aktien. Zusätzlichen Rückenwind liefern fiskalische Impulse von Premierministerin Sanae Takaichi, die als wesentlicher Treiber der Februargewinne gelten.
Gemischtes Bild in der übrigen Region
Australiens ASX 200 notierte am Freitag nahezu unverändert und schloss den Februar mit einem Plus von 3,3 Prozent ab. Bergbau- und Bankaktien hatten den Index auf eine Reihe von Rekordhochs getrieben. Chinas CSI 300 fiel um 0,5 Prozent, während der Shanghai Composite stagnierte – beide Indizes zeigten im Februar eine verhaltene Entwicklung.
Hongkongs Hang Seng legte am Freitag um 0,7 Prozent zu, verlor im Monatsvergleich jedoch rund 3,2 Prozent. Belastet wurde der Index durch Verluste bei Technologiewerten, da Anleger zunehmend Verwerfungen durch KI-Konkurrenz befürchteten. Indiens Nifty 50 verbuchte im Februar ein moderates Plus von 0,6 Prozent, gestützt durch Industriewerte, die vom Aufbau von KI-Rechenzentren profitieren dürften. Singapurs Straits Times Index stieg im Monatsverlauf um 1,6 Prozent.
