Asiens Börsen uneinheitlich nach Nvidia-Kursrutsch an der Wall Street
Trotz übertroffener Quartalszahlen brach die Nvidia-Aktie um mehr als 5 Prozent ein und belastete die globalen Märkte.

Die Börsen im asiatisch-pazifischen Raum zeigten sich am Freitag gespalten, nachdem die US-Märkte in der Nacht zuvor nachgegeben hatten. Auslöser war ein massiver Kursrutsch bei Nvidia, der den gesamten Technologiesektor unter Druck setzte. Der Halbleiterkonzern hatte zwar die Erwartungen bei Gewinn und Umsatz für das vierte Quartal übertroffen, die Aktie verlor dennoch mehr als 5 Prozent – der schlechteste Handelstag seit April.
An der Wall Street schloss der S&P 500 mit einem Minus von 0,54 Prozent bei 6.908,86 Punkten. Der technologielastige Nasdaq Composite gab um 1,18 Prozent auf 22.878,38 Zähler nach. Einzig der Dow Jones Industrial Average konnte sich knapp im Plus halten und schloss mit einem minimalen Aufschlag von 0,03 Prozent bei 49.499,20 Punkten.
Auch Salesforce enttäuschte die Anleger trotz solider Ergebnisse und konnte dem Markt keinen Impuls geben. Weitere Chip-Werte wie Broadcom, Lam Research, Western Digital und Applied Materials gaben ebenfalls nach. Der Abverkauf im Technologiesektor verdeutlicht, wie hoch die Erwartungen der Investoren inzwischen gesteckt sind.
Asiatische Technologiewerte unter Druck
In Asien spürten vor allem Nvidia-nahe Unternehmen den Gegenwind. SK Hynix, ein zentraler Lieferant von High-Bandwidth-Memory für Nvidia, verlor mehr als 2 Prozent. Samsung Electronics, ein jahrzehntelanger Partner des Chipriesen, büßte 0,69 Prozent ein. Die SoftBank Group, bekannt als bedeutender KI-Investor, gab sogar um mehr als 3 Prozent nach.
Japans Nikkei 225 sank um 0,6 Prozent, während der breitere Topix nahezu unverändert notierte. Der japanische Leitindex hatte am Donnerstag erstmals die Marke von 59.000 Punkten erreicht. Der südkoreanische Kospi verlor 1,1 Prozent, der Small-Cap-Index Kosdaq gab um 0,35 Prozent nach.
Gemischter zeigte sich das Bild in China und Australien. Der Hang Seng Index in Hongkong legte um 0,68 Prozent zu, während der chinesische Festlandsindex CSI 300 um 0,49 Prozent fiel. Australiens S&P/ASX 200 notierte im frühen Handel nahezu unverändert. Die Divergenz zwischen den Märkten zeigt, dass regionale Faktoren weiterhin eine wichtige Rolle spielen.
