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KI-Börsengänge, Alphabet-Deal und Geopolitik im Fokus

Anthropic reicht IPO-Prospekt ein, Alphabet plant Aktienverkauf für 80 Milliarden Dollar – KI dominiert die Märkte.

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KI-Börsengänge, Alphabet-Deal und Geopolitik im Fokus

Anthropic, das KI-Unternehmen hinter dem Chatbot Claude, hat seinen IPO-Prospekt vertraulich bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Damit bereitet das Unternehmen einen potenziell historischen Börsengang vor und weckt das Interesse von Anlegern, die auf künstliche Intelligenz setzen wollen. „Dies gibt uns die Möglichkeit, an die Börse zu gehen, nachdem die SEC ihre Prüfung abgeschlossen hat", erklärte Anthropic in einer Mitteilung. Der geplante Börsengang werde jedoch von den Marktbedingungen und anderen Faktoren abhängen.

Parallel dazu äußerte sich OpenAI-CEO Sam Altman in einem ausführlichen Interview mit CNBC-Moderator David Faber. Auf die Frage, ob es ein Rennen zwischen Anthropic und OpenAI um den ersten Börsengang gebe, antwortete Altman mit einem klaren Nein. Das eigentliche Rennen bestehe darin, die beste Technologie zu liefern – „wir werden es tun, wenn wir es für sinnvoll halten", so Altman.

Alphabet und Berkshire Hathaway: Milliardendeal für KI-Infrastruktur

Google-Mutterkonzern Alphabet kündigte unterdessen an, Aktien im Wert von 80 Milliarden US-Dollar verkaufen zu wollen. Darunter fällt eine Investition von 10 Milliarden Dollar durch Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway. Alphabet erklärte, das eingenommene Kapital solle „Investitionen in seine erstklassige KI-Recheninfrastruktur finanzieren, um der beispiellosen Kundennachfrage gerecht zu werden".

Für Berkshire Hathaway ist die Transaktion besonders bedeutsam: Sie ergänzt eine Position, die das Konglomerat in den letzten drei Quartalen rasch ausgebaut hat, und stellt eine der größten jüngsten Aktieninvestitionen des Unternehmens dar. Die Kombination aus Alphabets Kapitalbedarf und Berkshires strategischem Aufbau unterstreicht, wie ernst die großen Investoren das KI-Thema nehmen.

SoftBank-CEO Masayoshi Son lieferte ebenfalls eine klare Botschaft: Physische KI und Robotik seien die nächsten Billionen-Dollar-Chancen. Auf die Frage, welche Sektoren ihn am meisten begeistern, nannte Son „beide" – sowohl humanoide als auch industrielle Robotik, „mit physischer KI als Kernstück". Son betonte zudem, dass sich die Welt noch in der Anfangsphase einer technologischen Revolution befinde, die in Billionen US-Dollar gemessen werde.

Geopolitik sorgt für Ölpreisausschlag

Auf der geopolitischen Bühne sorgte US-Präsident Donald Trump für Aufsehen. In einem Telefoninterview mit CNBC tat er ein mögliches Scheitern der Friedensverhandlungen mit dem Iran ab: „Ehrlich gesagt ist es mir egal, ob sie vorbei sind." Trump bezeichnete die langwierigen Diskussionen als „allmählich sehr langweilig".

Der Ölpreis reagierte prompt und sprang nach Berichten der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim um mehr als 4 Prozent nach oben. Tasnim hatte berichtet, Teheran stoppe die Verhandlungen und wolle die Straße von Hormus abriegeln – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Ölhandel. Am nächsten Morgen schwächte sich diese Bewegung jedoch wieder ab, und die europäischen Futures zeigten sich relativ stabil.

Die US-Futures deuteten hingegen auf Verluste hin, während die asiatischen Märkte einen Abwärtstrend verzeichneten. Für Anleger bleibt die Kernbotschaft des Tages klar: Während die Geopolitik für kurzfristiges Rauschen sorgt, liefert die KI-Branche weiterhin starke Signale für die langfristige Investitionsrichtung.

Stephen Curry wechselt zu chinesischem Sportartikler Li-Ning

Abseits der Finanzmärkte gab NBA-Star Stephen Curry eine ungewöhnliche Partnerschaft bekannt. Der Spieler der Golden State Warriors kooperiert künftig mit dem chinesischen Sportbekleidungs- und Ausrüstungsunternehmen Li-Ning. Die Zusammenarbeit umfasst Produktentwicklung sowie Initiativen zur Sportkultur und sieht Pläne für Curry-Brand-Stores in den USA und China vor.

„Ich wusste, dass Li-Ning der richtige Partner sein könnte, der die Innovation und das Design liefert, für die die Marke Curry stehen soll", erklärte Curry. Er fügte hinzu, dass „die Zukunft der Marke Curry bei Li-Ning liegt". Die finanziellen Konditionen des Deals wurden nicht bekannt gegeben.

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