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KI-Aktien setzen Rallye fort – Nasdaq-Futures im Aufwind

KI-Aktien legen vorbörslich zu, Nasdaq-Futures steigen um 0,5 Prozent.

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KI-Aktien setzen Rallye fort – Nasdaq-Futures im Aufwind

Die KI-Rallye an den US-Märkten setzt sich fort: Vorbörslich legen Aktien mit Bezug zur künstlichen Intelligenz weiter zu. Das Vertrauen der Anleger in den KI-Sektor ist nach einem zwischenzeitlichen Ausverkauf zu Wochenbeginn zurückgekehrt. Analysten der UBS betonen, dass die Adoption von KI weiterhin die Erwartungen übertreffe. Hinweise auf eine angespannte Versorgungslage stützen zudem die gesamte KI-Lieferkette.

Konkret steigen Intel-Aktien vorbörslich um 2,3 Prozent. Auch die Chip-Hersteller-Partner Sandisk und Micron Technology legen zu – um 1,6 beziehungsweise 1,1 Prozent. TriStar verzeichnet ebenfalls ein Plus. Die Nasdaq-Futures notieren breiter aufgestellt 0,5 Prozent im Plus. Damit zeichnet sich ein freundlicher Handelsstart für die US-Technologiebörse ab.

Auch Energiekonzerne profitieren vom KI-Boom

Nicht nur reine Technologiewerte profitieren vom anhaltenden KI-Hype. Auch Energiekonzerne, die eng mit dem Ausbau der künstlichen Intelligenz verbunden sind, gewinnen vorbörslich an Boden. So steigen sowohl GE Vernova als auch Caterpillar um jeweils rund ein Prozent. Der steigende Energiebedarf von Rechenzentren macht diese Unternehmen zu indirekten Profiteuren der KI-Expansion.

Europa: KI-Aktien als Lichtblick in trübem Marktumfeld

Während die KI-Werte in den USA und Asien für positive Impulse sorgen, zeigt sich das europäische Börsenumfeld am Freitagmorgen verhaltener. Die europäischen Aktienindizes eröffnen größtenteils niedriger. Der europaweite Stoxx 600 gibt leicht um 0,1 Prozent nach. Belastend wirken vor allem defensive Sektoren sowie Telekommunikations- und Chemiewerte, die nach starken Gewinnen im vorherigen Handelssitz Gewinnmitnahmen verzeichnen.

Londons FTSE 100 rutscht um 0,2 Prozent, angeführt von Kurseinbrüchen bei den Telekommunikationsgruppen Airtel Africa und BT, die um 4,6 beziehungsweise 2,7 Prozent sinken. Der deutsche DAX fällt um 0,4 Prozent, wobei die Deutsche Telekom mit einem Minus von drei Prozent belastet. Positive Ausnahmen sind der Chip-Hersteller Infineon, der um 2,8 Prozent klettert, sowie der Rechenzentren-Stromversorger Siemens Energy mit einem Plus von 0,8 Prozent.

In Paris steht der CAC 40 unter Druck und fällt um 0,4 Prozent. Der Luxusgüter-Sektor-Leuchtturm LVMH verliert 1,2 Prozent, die Telekommunikationsgruppe Orange bricht um 3,3 Prozent ein. Italiens FTSE MIB und Spaniens IBEX 35 geben ebenfalls nach. Eine helle Ausnahme ist der niederländische AEX, der um 0,1 Prozent zulegt – angetrieben von Halbleiteraktien. ASML steigt um 1,9 Prozent.

Ölpreise sinken – Energietitel unter Druck

Ein weiterer Belastungsfaktor für die europäischen Märkte sind die sinkenden Ölpreise. Brent-Rohöl fällt um 1,9 Prozent auf 102,87 Dollar pro Barrel, während WTI um 1,7 Prozent auf 100,15 Dollar pro Barrel nachgibt. Der Rückgang spiegelt nach Einschätzung von Soojin Kim von MUFG weitgehend die Wahrnehmung wider, dass sich die geopolitischen Risiken abschwächen. Die diplomatischen Bemühungen werden intensiviert, während China und andere Partner den Iran gedrängt haben sollen, die Angriffe der Huthi in der Nähe der Straße von Bab el-Mandeb einzudämmen.

In London fallen sowohl Shell als auch BP um rund ein Prozent. Repsol aus Spanien gibt 1,5 Prozent nach, Eni aus Italien liegt 1,4 Prozent niedriger. Equinor aus Norwegen verliert 0,5 Prozent.

Asien: Chip-Aktien treiben japanischen Markt an

In Asien zeigen sich die japanischen Aktienmärkte im frühen Handel fester. Der Nikkei Stock Average steigt um 0,8 Prozent auf 64.646,49 Punkte. Chip-bezogene Aktien führen die Gewinne an: Lasertec legt um 5,3 Prozent zu, Advantest liegt 3,9 Prozent höher. Der Rückgang der Rohölpreise angesichts entspannter Befürchtungen bezüglich der Lieferungen aus dem Nahen Osten stützt die Stimmung. Der Dollar notiert bei 156,15 Yen, verglichen mit 155,58 Yen zum Abschluss des Tokioter Aktienmarktes am Donnerstag. Anleger beobachten zudem die Zinsentscheidung der Bank of Japan später am Freitag.

Berenberg: KI-Bedenken bieten Chancen in Europa

Trotz der anhaltenden Bedenken hinsichtlich der künstlichen Intelligenz sehen Analysten von Berenberg attraktive Chancen für Anleger im Technologiesektor. „Obwohl der Markt bei der Einschätzung der Auswirkungen der KI etwas anspruchsvoller geworden ist, bleiben die Bedenken bestehen, was sich in den weiterhin gedrückten Bewertungen widerspiegelt“, schreiben die Analysten in einer Notiz. Die Erfüllung der Markterwartungen sowie KI-getriebenes Wachstum und Effizienzsteigerungen sollten eine Neubewertung stützen, auch wenn dies möglicherweise einige Zeit in Anspruch nehmen werde.

IPO-Welle könnte kurzfristige Verwerfungen bringen

Ein weiterer Aspekt, den Anleger im Auge behalten sollten, sind mögliche Börsengänge von KI-Unternehmen wie DeepSeek und Anthropic. Julia Pan von UOB Kay Hian warnt in einer Notiz, dass diese IPOs kurzfristig Liquidität von bereits börsennotierten KI-Namen wie Z. AI abziehen könnten. Anleger müssten das relative Wachstum, die Monetarisierung und die Bewertungen neu einschätzen. Allerdings könnte die kurzfristige Verwässerung durch eine stärkere Bewertungswirkung dieser potenziellen IPOs ausgeglichen werden. Anthropic strebe eine potenzielle Bewertung von bis zu zwei Billionen Dollar an – etwa das 20-fache seiner geschätzten annualisierten Umsatzrate für 2026 in Höhe von 100 Milliarden Dollar. Ein erfolgreicher Börsengang zu dieser Bewertung könnte einen höheren Bewertungsmaßstab etablieren und eine breitere sektorale Neubewertung unterstützen.

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