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Kevin Warsh vor Senatsanhörung: Weg an Fed-Spitze erschwert

Der Fed-Gouverneur a.D. tritt vor den Bankenausschuss – doch politische Spannungen rund um Jerome Powell überschatten das Verfahren.

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Kevin Warsh vor Senatsanhörung: Weg an Fed-Spitze erschwert

WASHINGTON – Kevin Warsh, der von Präsident Donald Trump als Nachfolger von Fed-Chef Jerome Powell nominierte ehemalige Gouverneur der US-Notenbank Federal Reserve, stellt sich am Dienstag dem Bankenausschuss des US-Senats. Die Anhörung begann um 10:00 Uhr EDT (14:00 Uhr GMT) in Washington. Warsh gab dabei zunächst ein Eröffnungsstatement ab.

Die Bestätigung Warshs durch den Senat gilt Beobachtern zwar grundsätzlich als wahrscheinlich, doch der Prozess ist politisch belastet. Im Hintergrund schwelt ein Streit über strafrechtliche Ermittlungen der Trump-Administration gegen den amtierenden Fed-Vorsitzenden Jerome Powell – ein Umstand, der das Bestätigungsverfahren erheblich kompliziert.

Politische Spannungen überschatten das Verfahren

Die Verknüpfung von Warshs Nominierung mit den laufenden Auseinandersetzungen rund um Powell sorgt für ein ungewöhnlich aufgeladenes politisches Klima. Normalerweise gelten Bestätigungsanhörungen für hochrangige Notenbankposten als vergleichsweise geräuschlose Formalität – diesmal ist das anders. Die Ermittlungen der Trump-Administration gegen Powell verleihen dem Verfahren eine zusätzliche, brisante Dimension.

Für deutsche Anleger und Beobachter der internationalen Geldpolitik ist die Personalie von erheblicher Bedeutung. Die Federal Reserve ist die mächtigste Zentralbank der Welt und ihre Entscheidungen zu Leitzinsen und Geldpolitik wirken sich direkt auf globale Kapitalmärkte, den Euro-Dollar-Kurs und die Finanzierungsbedingungen weltweit aus – und damit auch auf deutsche Unternehmen und Sparer.

Warsh als Trump-Kandidat für die Fed-Führung

Kevin Warsh ist kein Unbekannter in der Welt der Zentralbanken. Er war bereits von 2006 bis 2011 Mitglied des Gouverneursrats der Federal Reserve und gilt als erfahrener Kenner der US-Geldpolitik. Trump nominierte ihn als Nachfolger von Jerome Powell, dessen Amtszeit regulär ausläuft.

Die Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats ist ein notwendiger Schritt im US-amerikanischen Bestätigungsverfahren für hochrangige Regierungs- und Behördenposten. Nach der Anhörung stimmt zunächst der Ausschuss ab, bevor der gesamte Senat über die Nominierung entscheidet. Trotz der politischen Turbulenzen rund um Powell gilt Warshs letztendliche Bestätigung laut Beobachtern als wahrscheinlich.

Wie sich die Spannungen zwischen der Trump-Administration und dem amtierenden Fed-Chef Powell auf das Verfahren und die künftige Unabhängigkeit der US-Notenbank auswirken werden, bleibt eine der zentralen Fragen, die Märkte und Investoren weltweit derzeit beschäftigt.

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