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Kamerun sichert sich 630 Millionen US-Dollar für Infrastrukturprojekte

Zwei Kreditvereinbarungen von Weltbank und Islamischer Entwicklungsbank sollen Straßen und Handelskorridore in Kamerun verbessern.

• 2 Min
Kamerun sichert sich 630 Millionen US-Dollar für Infrastrukturprojekte

Kameruns Präsident Paul Biya hat zwei große Kreditvereinbarungen im Gesamtwert von rund 630 Millionen US-Dollar für die Infrastrukturentwicklung genehmigt. Die entsprechenden Präsidentschaftserlasse wurden am Freitag veröffentlicht. Mit den Mitteln sollen wichtige Verkehrswege und Handelsrouten des Landes ausgebaut und saniert werden.

Die erste Vereinbarung sieht einen Kredit der International Bank for Reconstruction and Development (IBRD) in Höhe von 347,5 Millionen Euro vor. Die IBRD ist eine Institution der Weltbankgruppe, die Finanzierungen an Staaten vergibt. Umgerechnet beläuft sich dieses Volumen auf rund 390,90 Millionen US-Dollar. Die Mittel sollen das Projekt „Wirtschaftskorridor Douala-Bangui“ unterstützen.

Dieses Vorhaben zielt darauf ab, den Transport- und Handelskorridor zwischen Douala, der wirtschaftlichen Hauptstadt Kameruns, und Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, zu verbessern. Ein solcher Korridor umfasst die Verkehrs- und Logistikinfrastruktur, über die Güter zwischen den beiden Ländern bewegt werden. Verbesserungen in diesem Bereich sollen den grenzüberschreitenden Handel erleichtern.

Islamische Entwicklungsbank finanziert Autobahn Douala-Bafoussam

Ein zweiter Erlass ermächtigte den Wirtschaftsminister, eine Finanzierungsvereinbarung mit der Islamischen Entwicklungsbank zu unterzeichnen. Der Kredit beläuft sich auf 212,35 Millionen Euro, was rund 238,87 Millionen US-Dollar entspricht. Er dient der Sanierung der Autobahn Douala-Bafoussam und damit einem weiteren zentralen Straßenabschnitt des Landes.

Beide Entscheidungen reihen sich in eine umfassendere Finanzierungsstrategie Kameruns ein. Bereits im August erhielt der kamerunische Finanzminister die Genehmigung, bis zu 930 Milliarden CFA-Francs aufzunehmen. Das entspricht rund 1,67 Milliarden US-Dollar. Diese Mittel waren sowohl zur Finanzierung von Entwicklungsprojekten als auch zur Begleichung offener Rückstände vorgesehen.

Der Umfang der nun genehmigten Kredite zeigt, dass Kamerun auf externe Finanzierung setzt, um seine Infrastruktur voranzubringen. Die beiden neuen Vereinbarungen summieren sich auf rund 630 Millionen US-Dollar, wie aus den veröffentlichten Erlassen hervorgeht.

Für Beobachter der Region ist bemerkenswert, dass die Mittel aus zwei unterschiedlichen multilateralen Quellen stammen: der Weltbank und der Islamischen Entwicklungsbank. Der Douala-Bangui-Korridor ist grenzüberschreitend angelegt und betrifft neben Kamerun auch die Zentralafrikanische Republik. Die Autobahn Douala-Bafoussam verbindet dagegen zwei Städte innerhalb Kameruns.

Ob und wann die Bau- und Sanierungsarbeiten beginnen, geht aus den Erlassen nicht hervor. Ebenso lassen die Angaben keine Rückschlüsse auf die konkreten Konditionen der Darlehen zu. Fest steht, dass Präsident Biya beide Vereinbarungen per Erlass genehmigt hat und die entsprechenden Vorhaben nun umgesetzt werden sollen.

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