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JPMorgan: SpaceX-Aktie könnte sich nach starken Q3-Zahlen verdreifachen

JPMorgan hebt das Kursziel für SpaceX von 240 auf 500 Dollar an und sieht fast 240 Prozent Aufwärtspotenzial.

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JPMorgan: SpaceX-Aktie könnte sich nach starken Q3-Zahlen verdreifachen

Die Aktie von Space Exploration Technologies hat am Mittwoch deutlich zugelegt, nachdem der jüngste Quartalsbericht des Raketen- und Satellitenunternehmens vorgelegt wurde. Auslöser war eine optimistische Einschätzung der US-Investmentbank JPMorgan, die in dem Papier erst den Beginn einer Rallye sieht. Nach Ansicht der Bank könnte sich der Kurs mehr als verdreifachen.

JPMorgan stufte SpaceX mit „Overweight“ ein und hob das 12-Monats-Kursziel von 240 auf 500 Dollar an. Das neue Ziel liegt fast 240 Prozent über dem Schlusskurs vom Dienstag. Die Aktien waren im vergangenen Monat um nahezu 3 Prozent gefallen, legten am frühen Mittwoch aber um mehr als 9 Prozent zu.

„Die Ambitionen von SpaceX sind größer als die jedes anderen Unternehmens, das wir gesehen haben“, sagte Analyst Doug Anmuth in einem Kundenbriefing. Wichtig sei, dass Künstliche Intelligenz als langfristiger Treiber erwartet werde. „Erhebliches Aufwärtspotenzial bleibt bestehen, da das Unternehmen buchstäblich die nächste Grenze erschließt“, so Anmuth weiter.

Starke Quartalszahlen übertreffen die Erwartungen

Im dritten Quartal wies SpaceX einen bereinigten Gewinn je Aktie von 45 Cent bei einem Umsatz von 14,6 Milliarden Dollar aus. Der Berichtszeitraum umfasste die drei Monate bis zum 30. September. Damit übertraf das Unternehmen die Konsensschätzungen der Analysten deutlich, wie aus Daten von LSEG hervorgeht.

Für deutsche Anleger ist die Einordnung wichtig: SpaceX ist bislang nicht an der Börse gelistet, die genannten Kursziele und Kursbewegungen beziehen sich auf die Bewertung des Unternehmens im Rahmen der Berichterstattung. Der Fall zeigt dennoch, wie stark der Markt derzeit KI-Infrastruktur und Rechenkapazität als Werttreiber gewichtet – ein Thema, das auch hiesige Technologie- und Halbleiterwerte bewegt.

Musk hebt Umsatzziele deutlich an

SpaceX hat auch einige finanzielle Ziele angehoben. Firmengründer Elon Musk schätzt den jährlichen wiederkehrenden Umsatz bis Ende 2027 aufgrund des KI-Fokus des Unternehmens auf 500 Milliarden bis 1 Billion Dollar. Das liegt weit über der Konsensschätzung von 110 Milliarden Dollar an der Wall Street, wie aus von LSEG zusammengestellten Zahlen hervorgeht.

Das in Texas ansässige Unternehmen erwartet zudem, das laufende Jahr mit zwei bis drei Gigawatt Rechenleistung abzuschließen und diese Kapazität bis 2027 auf rund 13 Gigawatt auszubauen. Dies geht aus der Einschätzung von JPMorgan hervor. Diese Expansion sollte SpaceX dabei helfen, größere Monetarisierungsmöglichkeiten zu sichern, was den Wert der Aktie steigern würde, so die Bank.

„Wichtig ist, dass wir glauben, dass die zusätzlichen 10 GW Rechenleistung im Jahr 2027 fast ausschließlich aus [Nvidias] Vera Rubin bestehen werden, was deutlich höhere Monetarisierung erwarten lässt“, schrieb Anmuth. Die wachsende Akzeptanz von SpaceXs generativem KI-Tool Grok sowie der kürzlich geschlossene Deal zur Übernahme des KI-Code-Editors Cursor sollten dem Analysten zufolge noch mehr Wertzuwachs für die Aktien bringen.

Breiter Konsens an der Wall Street

Der Aufruf von JPMorgan entspricht dem Konsens an der Wall Street. Dort stufen 33 von 43 Analysten die Aktie als Kauf oder starken Kauf ein, zeigen LSEG-Daten. Damit steht die Investmentbank mit ihrer optimistischen Haltung nicht allein.

Für Anleger bleibt die zentrale Frage, ob die angehobenen Umsatzziele von bis zu 1 Billion Dollar bis 2027 realistisch erreichbar sind. Die Konsensschätzung von 110 Milliarden Dollar liegt jedenfalls um ein Vielfaches darunter. Die Differenz zwischen Unternehmensprognose und Analystenerwartung dürfte in den kommenden Quartalen ein wichtiger Maßstab für die Bewertung des Unternehmens bleiben.

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