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JPMorgan auf dem Weg zur ersten Billion-Dollar-Bank der Welt

Wells-Fargo-Analyst Mayo sieht JPMorgan Chase kurz vor der $1-Billion-Marktkapitalisierung – und danach sogar $2 Billionen.

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JPMorgan auf dem Weg zur ersten Billion-Dollar-Bank der Welt

JPMorgan Chase steht laut einer aktuellen Analyse von Wells Fargo kurz davor, als erste Bank der Welt eine Marktkapitalisierung von einer Billion US-Dollar zu erreichen. Analyst Mike Mayo stuft die Aktie mit „Overweight" ein und hat das Kursziel kürzlich von 375 auf 390 US-Dollar angehoben. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von mehr als 7 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag.

Am Freitag schloss JPMorgan mit einem Marktwert von 965 Milliarden US-Dollar – die Schwelle von einer Billion Dollar ist damit zum Greifen nah. In den vergangenen drei Monaten legte die Aktie bereits um 21 Prozent zu. Treiber dieser Entwicklung waren Rekordgewinne, die vor allem auf einen starken Anstieg im Handels- sowie im Emissions- und Beratungsgeschäft zurückzuführen sind.

„Die branchenführende Fähigkeit von JPM, in überdurchschnittliches Wachstum zu investieren, kann der Bank nicht nur dabei helfen, den Meilenstein einer Marktkapitalisierung von 1 Billion US-Dollar zu überschreiten, sondern innerhalb von voraussichtlich sieben bis acht Jahren auch 2 Billionen US-Dollar zu erreichen", schrieb Mayo in einem Kundenbericht vom Donnerstag.

Starkes Fundament dank Marktanteilsgewinnen

Mayo hebt hervor, dass JPMorgan im vergangenen Jahrzehnt sowohl offensiv als auch defensiv überzeugt hat. Die von CEO Jamie Dimon geführte Bank habe in allen wichtigen Geschäftsbereichen Marktanteile gewonnen, ihre Abläufe optimiert und im Vergleich zu anderen globalen Banken beständige Gewinne ausgewiesen. Hinzu komme eine sogenannte „Festungsbilanz" – ein Begriff, den Dimon selbst geprägt hat und der für die außergewöhnliche finanzielle Stabilität des Instituts steht.

Das Geschäftsmodell beschreibt Mayo als sich selbst tragendes „Schwungrad": JPMorgan erwirtschaftet eine Rendite auf das materielle Eigenkapital, die deutlich über den Eigenkapitalkosten liegt, und reinvestiert diese überdurchschnittlichen Erträge in Filialen, Banker, Technologie und das internationale Geschäft. Diese Investitionen münden wiederum in Marktanteilsgewinne bei Einlagen, Kreditkarten, Kapitalmärkten und im Bankgeschäft.

Der Weg zu $2 Billionen Marktkapitalisierung

Mit Blick auf das langfristige Ziel von zwei Billionen US-Dollar betont Mayo, dass dieses vor allem durch Gewinnwachstum erreichbar sei – nicht durch eine Neubewertung der Aktie. „Das Erreichen einer Marktkapitalisierung von 2 Billionen US-Dollar erfordert eher ein Wachstum des Gewinns pro Aktie (EPS) als ein Re-Rating", so der Analyst. JPMorgan vertiefe dazu seine Investitionen in einer Reihe wachstumsstarker Geschäftsbereiche und strebe Wachstum in allen Bereichen an, einschließlich der Einlagen.

Die positive Einschätzung von Wells Fargo deckt sich mit dem breiten Konsens an der Wall Street. Laut Daten des Finanzdienstleisters LSEG stufen 15 von 26 Analysten, die JPMorgan beobachten, die Aktie als „Kauf" oder „Starker Kauf" ein. Für deutsche Anleger ist JPMorgan Chase – neben der Deutschen Bank und anderen europäischen Instituten – eine der meistbeobachteten Bankaktien weltweit und gilt als Gradmesser für die Gesundheit des globalen Finanzsystems.

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