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Joby Aviation: Drei starke Gründe für ein Investment in eVTOL

Joby Aviation gilt als einer der überzeugendsten Kandidaten im wachsenden Markt für elektrische Lufttaxis weltweit.

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Joby Aviation: Drei starke Gründe für ein Investment in eVTOL

Joby Aviation zählt zu den spannendsten, aber auch risikoreichsten Investitionsmöglichkeiten im Bereich der urbanen Luftmobilität. Das US-Unternehmen entwickelt elektrische senkrechtstartende und -landende Flugzeuge – sogenannte eVTOLs – und verfolgt dabei ein ungewöhnliches Geschäftsmodell: Anders als viele Wettbewerber will Joby seine Flugzeuge nicht verkaufen, sondern selbst betreiben. Das Konzept nennt sich Transportation-as-a-Service (TaaS) und soll ein vollständig vertikal integriertes Transportnetzwerk entstehen lassen.

Für spekulative Anleger, die ein breit gefächertes Portfolio aus High-Risk/High-Reward-Aktien aufbauen möchten, liefert das Unternehmen gleich drei gewichtige Argumente.

1. Starke Partnerschaften als Fundament

Joby setzt auf ein Netzwerk erstklassiger Industriepartner, um sein TaaS-Modell umzusetzen. Eine Kooperation mit Uber Technologies soll den Aufbau eines Passagierflugdienstes unterstützen, noch bevor die eigenen eVTOLs vollständig ins Netzwerk integriert sind. Zusätzlich erwarb Joby das Urban-Air-Mobility-Passagiergeschäft von Blade, um frühzeitig Erfahrungen im Betrieb von Lufttransportdiensten zu sammeln.

Besonders bedeutsam ist die Partnerschaft mit Toyota Motor. Der japanische Automobilriese bringt seine Fertigungsexpertise ein und hat gemeinsam mit Joby ein Joint Venture gegründet, das die Grundlage für eine kommerzielle Produktion in hohen Stückzahlen legen soll. Künftig wird Toyota weitere 250 Millionen US-Dollar in Joby investieren. Auch Delta Air Lines ist als Investor und Airline-Partner an Bord und plant, Jobys eVTOLs fest in das Kundenerlebnis zu integrieren.

2. Blade-Integration übertrifft die Erwartungen

Die Übernahme des Blade-Luftmobilitätsgeschäfts entwickelt sich besser als erwartet. Joby-CEO JoeBen Bevirt erklärte während der jüngsten Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen: „Die größte Einschränkung, mit der wir auf vielen Strecken konfrontiert sind, ist mittlerweile die Verfügbarkeit von Flugzeugen und nicht mehr die Passagiernachfrage." Das ist ein bemerkenswertes Signal: Die Nachfrage übersteigt bereits das Angebot.

Konkrete Zahlen unterstreichen diesen Trend. Im zweiten Quartal stiegen die verkauften Sitzplätze um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bevirt verwies zudem auf die höchste Zahl neuer Fluggäste von und zu den New Yorker Flughäfen seit 2023. Streckenerweiterungen in den Hamptons trugen zu einem Umsatzwachstum von mehr als 40 Prozent im Jahresvergleich bei. Diese Zahlen sind besonders relevant, da Konkurrenten wie Archer Aviation zuletzt mit skeptischen Kommentaren von United-Airlines-CEO Scott Kirby über das Wachstumspotenzial von eVTOL-Taxis zu Flughäfen konfrontiert wurden.

3. Führungsposition im FAA-Zertifizierungsprozess

Ein entscheidender Wettbewerbsvorteil von Joby liegt im Fortschritt bei der behördlichen Zulassung. Das Unternehmen befindet sich laut Management bereits in der fünften und letzten Phase der Typenzertifizierung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA. Bevirt bestätigte zudem, dass die Flotte von Joby das erste FAA-konforme Flugzeug umfasst – ein wichtiger Meilenstein, der das Flugzeug für Flugtests unter der Type Inspection Authorization (TIA) mit FAA-Piloten qualifiziert.

Dies ist bemerkenswert, da Joby seine Technologie weitgehend eigenständig entwickelt, während viele Wettbewerber auf die Expertise etablierter Luftfahrtunternehmen setzen. Trotzdem liegt Joby im Zertifizierungsrennen vorne.

Anleger sollten jedoch die Risiken nicht außer Acht lassen. Joby ist ein verlustbringendes Unternehmen in einer wettbewerbsintensiven Branche. Laut dem Wall-Street-Konsens von Visible Alpha wird das Unternehmen frühestens 2032 profitabel sein oder einen positiven Cashflow generieren. Das ist eine lange Wartezeit – selbst für geduldige Investoren.

Dennoch gilt: Wenn das Lufttaxigeschäft wie erwartet im Jahr 2027 kommerziell startet, dürfte das Interesse der Märkte erheblich zunehmen. Investoren könnten dann beginnen, eine beschleunigte Rentabilität sowie langfristig wiederkehrende Umsätze aus dem TaaS-Modell einzukalkulieren. Für spekulative Anleger mit langem Atem bleibt Joby Aviation damit ein interessanter Portfoliobaustein.

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