ANZEIGE

Delta Air Lines senkt Jahresprognose wegen explodierender Treibstoffkosten

Steigende Kerosinpreise durch den Iran-Krieg kosten Delta 6 Milliarden Dollar – und übersteigen alle Mehreinnahmen aus Ticketpreiserhöhungen.

• 3 Min
Delta Air Lines senkt Jahresprognose wegen explodierender Treibstoffkosten

Delta Air Lines hat am Freitag seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr um fast ein Viertel gesenkt. Auslöser sind die rasant gestiegenen Treibstoffkosten, die die Gesamtrechnung im Jahr 2026 voraussichtlich um 6 Milliarden US-Dollar erhöhen werden. Damit werden die robuste Reisenachfrage sowie die höheren Ticketpreise vollständig zunichtegemacht. Die Aktien der Fluggesellschaft fielen im frühen Handel um 2,5 Prozent.

Es ist das erste Mal in diesem Jahr, dass Delta seine Gewinnprognose für 2026 nach unten korrigiert. Gleichzeitig hob das Unternehmen den prognostizierten Anstieg der Treibstoffkosten um weitere 2 Milliarden Dollar an. Als Hauptursache gilt der Iran-Krieg, der die Preise für Kerosin weltweit stark in die Höhe getrieben hat. Da kein Ende des Konflikts in Sicht ist, stehen die Fluggesellschaften vor ihrer schwersten Krise seit der Pandemie.

Treibstoffkosten steigen um 62 Prozent

Delta, die erste große globale Fluggesellschaft, die Ergebnisse für das dritte Quartal vorlegte, berichtete, dass die Treibstoffausgaben in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 62 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar gestiegen sind. Damit übertrafen sie die Prognose vom Juli um mehr als 500 Millionen Dollar. „Es liegt alles am Treibstoff", sagte Delta-Finanzvorstand Erik Snell gegenüber Reportern und verwies auf die seit dem Sommer gestiegenen Preise für Rohöl und raffiniertes Kerosin.

Der bereinigte Gewinn für das dritte Quartal lag bei 1,72 Dollar pro Aktie und verfehlte damit knapp die durchschnittliche Analystenschätzung von 1,76 Dollar pro Aktie laut LSEG-Daten. Die bereinigte operative Marge sank von 11,1 Prozent auf 9,4 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet Delta nun einen bereinigten Jahresgewinn von 5,10 bis 5,60 Dollar pro Aktie – nach einer im Juli prognostizierten Spanne von 6,50 bis 7,50 Dollar pro Aktie. Der neue Mittelwert von 5,35 Dollar liegt damit unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 5,46 Dollar. Für 2026 prognostizierte das Unternehmen einen bereinigten Vorsteuergewinn von 4,5 Milliarden Dollar.

Branchenweites Problem: Können Passagiere noch mehr zahlen?

Die Herabstufung unterstreicht eine wachsende Herausforderung für die gesamte Luftfahrtbranche: die Frage, ob Passagiere weitere Tariferhöhungen akzeptieren werden, wenn die Treibstoffpreise hoch bleiben. Die Flugpreise in den USA stiegen in den fünf Monaten bis August im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich etwa 25 Prozent, wie aus dem Verbraucherpreisindex des Bureau of Labor Statistics hervorgeht. Analysten warnen, dass weitere Erhöhungen die Ausgabebereitschaft der Reisenden auf die Probe stellen könnten.

US-Fluggesellschaften gaben in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 insgesamt 42,9 Milliarden Dollar für Treibstoff im Linienverkehr aus – fast 13,2 Milliarden Dollar mehr als im Vorjahr. Dies geschah, obwohl laut dem Bureau of Transportation Statistics sogar etwas weniger Treibstoff verbraucht wurde. Die starke Nachfrage und das begrenzte Wachstum der Sitzplatzkapazitäten haben den Fluggesellschaften bislang geholfen, die höheren Kosten an die Passagiere weiterzugeben.

Die Analysten der Deutschen Bank gehen davon aus, dass die Branche im vierten Quartal einen geringeren Anteil der höheren Treibstoffkosten durch Umsatzmaßnahmen auffangen wird. Eine vollständige Erholung wird erst für Anfang 2027 erwartet. Auch Ryanair-CEO Michael O'Leary warnte, dass europäische Fluggesellschaften aufgrund des Krieges mit mehr als einem weiteren Jahr erhöhter Treibstoffkosten konfrontiert sein könnten.

Delta bleibt trotz allem optimistisch

Trotz der Prognosesenkung betont Delta, dass die Nachfrage weiterhin stark sei. Da fast 60 Prozent des vierten Quartals bereits gebucht seien, erwarte man ein Umsatzwachstum von etwa 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so Finanzvorstand Snell. Liam Dorsey, Analyst bei Third Bridge, kommentierte: „Die allgemeine Einschätzung unserer Experten ist, dass ein Großteil der Umsatzergebnisse und Ausblicke durch Premium-Passagiere und höhere Tarife gestützt wird. Bisher haben diese höheren Preise die Nachfrage nicht beeinträchtigt, und es bleibt abzuwarten, wie lange das so bleiben wird."

Die Konkurrenten United Airlines, American Airlines und Southwest Airlines werden ihre Quartalsergebnisse voraussichtlich im Laufe dieses Monats vorlegen. Für Anleger und Beobachter der Luftfahrtbranche dürfte dabei besonders interessant sein, ob sich die Kostendruck-Problematik bei den anderen großen US-Carriern in ähnlichem Ausmaß zeigt.

Delta Air LinesTreibstoffkostenGewinnprognoseKerosinpreiseLuftfahrtIran-KriegTicketpreise

Meistgelesene News

  1. Ukraine-Roboterangriff im Donbas deckt Schwachstelle in Putins Kriegsmaschinerie auf
  2. XRP-Preisprognose: Was Anleger in den nächsten drei Jahren erwarten
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Galeria Karstadt Kaufhof: Beetz stellt Rettungsplan für Warenhauskette vor
  5. Heizölpreise steigen stark: Staatlicher Rabatt bleibt umstritten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.