ANZEIGE

Japans Kerninflation schwächt sich im Januar auf 2,0 Prozent ab

Sinkende Benzinpreise und langsamere Lebensmittel-Teuerung dämpfen die Inflation in Japan zum zweiten Mal in Folge.

•• 1 Min
Japans Kerninflation schwächt sich im Januar auf 2,0 Prozent ab

Die japanische Kerninflation hat sich im Januar voraussichtlich zum zweiten Monat in Folge abgeschwächt. Laut einer Reuters-Umfrage unter 17 Ökonomen dürfte der landesweite Kernverbraucherpreisindex (CPI) im Januar um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen sein. Dies entspricht dem Wert vom Januar 2024 und folgt auf einen Anstieg von 2,4 Prozent im Dezember.

Als Hauptgründe für die Abschwächung gelten sinkende Benzinkosten und ein verlangsamtes Tempo bei den Preissteigerungen für Lebensmittel. Der Kernverbraucherpreisindex umfasst Energiekosten, schließt jedoch die volatilen Preise für frische Lebensmittel aus. "Der Rückgang der Benzinpreise nach der Abschaffung des vorläufigen Steuersatzes und die anhaltende Verlangsamung des Preisanstiegs bei Lebensmitteln haben die Inflation wahrscheinlich gedrückt", erklärte Ryosuke Katagi, Marktökonom bei Mizuho Securities.

Trotz der Abschwächung liegt die Kerninflation seit fast vier Jahren über dem 2-Prozent-Ziel der Bank of Japan (BOJ). Unternehmen geben weiterhin steigende Rohstoffkosten an ihre Kunden weiter, was den Preisdruck aufrechterhält.

Geldpolitik bleibt restriktiv

Die BOJ beließ die Zinssätze im Januar unverändert, nachdem sie im Dezember ihren kurzfristigen Leitzins von 0,5 Prozent auf 0,75 Prozent angehoben hatte. Die Zentralbank hielt an ihren restriktiven Inflationsprognosen fest und signalisierte die Bereitschaft, die Kreditkosten bei Bedarf weiter zu erhöhen. Diese Haltung unterstreicht die Entschlossenheit der BOJ, die Inflation mittelfristig auf das Zielniveau zu bringen.

Das japanische Innenministerium wird die offiziellen VPI-Daten am 20. Februar um 8:30 Uhr Ortszeit (23:30 Uhr MEZ am 19. Februar) veröffentlichen. Die Märkte werden diese Zahlen genau beobachten, da sie wichtige Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der BOJ liefern könnten.

Für deutsche Anleger sind die Entwicklungen in Japan von Bedeutung, da die unterschiedlichen geldpolitischen Wege der großen Zentralbanken die Währungsmärkte und internationale Kapitalflüsse beeinflussen. Während die Europäische Zentralbank ihre Zinsen bereits gesenkt hat, setzt Japan seinen Straffungskurs fort.

Japan InflationKerninflation JapanBank Of JapanVerbraucherpreisindexBoj Geldpolitik

Meistgelesene News

  1. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  2. Mercedes-Benz: Neue Regeln für mobiles Arbeiten stehen kurz bevor
  3. Iran-Kriegsende droht: Insider kaufen trotz Ölpreis-Risiko Energieaktien
  4. SpaceX-Aktie: Kann eine 5.000-Dollar-Investition zum Millionär machen?
  5. Ölpreise fallen: Asien importiert Höchstmenge Rohöl seit Iran-Krieg

Disclaimer