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IWF bereit zur Venezuela-Hilfe: Georgieva stellt Bedingungen

Der Internationale Währungsfonds steht für Hilfsmaßnahmen in Venezuela bereit. IWF-Chefin Kristalina Georgieva knüpft die Unterstützung jedoch an klare Voraussetzungen der Mitgliedsstaaten.

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IWF bereit zur Venezuela-Hilfe: Georgieva stellt Bedingungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) signalisiert Hilfsbereitschaft für das krisengeschüttelte Venezuela. IWF-Geschäftsführerin Kristalina Georgieva erklärte am Donnerstag gegenüber Reuters, dass der Fonds zur Unterstützung bereit sei – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Die Hauptanteilseigner des IWF müssten zunächst die Führung des Landes anerkennen, und diese Behörden müssten aktiv IWF-Hilfe beantragen.

Keine Kommunikation seit 2019

Trotz nahezu keiner direkten Kommunikation mit dem Regime des entmachteten Präsidenten Nicolás Maduro seit 2019 hat der IWF die venezolanische Wirtschaft kontinuierlich beobachtet. "Wir haben die Wirtschaft Venezuelas wachsam im Auge behalten, um deren Entwicklung einschätzen zu können", sagte Georgieva während eines Besuchs in der Ukraine. Der Fonds verfüge über ein "gutes Verständnis" der wirtschaftlichen Lage und sei vorbereitet, sobald sich die Gelegenheit zur Unterstützung biete.

Dramatische Migrationskrise

Besonders alarmierend: Rund 8 Millionen Venezolaner haben in den vergangenen Jahren das Land verlassen. Diese Massenmigration übertrifft prozentual sogar die Abwanderung aus der Ukraine infolge der russischen Invasion. Die Folge ist eine dramatisch schrumpfende Wirtschaft, die das südamerikanische Land zunehmend destabilisiert.

Hyperinflation droht erneut

"Die Inflation zieht an. Wir sind besorgt über das Wiederauftreten der Hyperinflation in Venezuela", warnte Georgieva. Diese Entwicklung könnte die ohnehin angespannte wirtschaftliche Situation weiter verschärfen. Venezuela hatte bereits in der Vergangenheit mit extremer Hyperinflation zu kämpfen, die Ersparnisse vernichtete und die Bevölkerung in tiefe Armut stürzte.

IWF wartet auf politische Signale

Die Bereitschaft des IWF zur Hilfe ist ein wichtiges Signal, doch die praktische Umsetzung hängt von politischen Entwicklungen ab. Solange die internationale Gemeinschaft und die Hauptanteilseigner des Fonds keine Einigung über die Anerkennung der venezolanischen Führung erzielen, bleibt konkrete Unterstützung aus. Georgieva betonte jedoch die Einsatzbereitschaft des IWF: "Wenn sich die Gelegenheit bietet, die Menschen in Venezuela zu unterstützen, können Sie sicher sein, dass der Fonds zur Stelle sein wird."

IWFVenezuelaKristalina GeorgievaHyperinflationWirtschaftskrise

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