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Iran-Krise: Trump droht mit hartem Vorgehen – Militärschlag bleibt unwahrscheinlich

Trotz verschärfter Rhetorik warnen Analysten: Ein US-Angriff wäre komplexer als Washington bereit ist.

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Iran-Krise: Trump droht mit hartem Vorgehen – Militärschlag bleibt unwahrscheinlich

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben die Ölmärkte in diesem Jahr erheblich bewegt. US-Präsident Donald Trump verschärft den Druck auf Teheran mit der Androhung militärischer Maßnahmen, doch Experten bezweifeln die Umsetzbarkeit solcher Pläne. Ein direkter Angriff würde ein militärisches Engagement erfordern, das weit über das hinausgeht, wozu Washington derzeit bereit scheint.

Trump erwägt die Entsendung eines zweiten Flugzeugträgers in den Nahen Osten und drohte dem Iran diese Woche mit "etwas sehr Hartem", sollte das Regime nicht einlenken. Die US-Forderungen umfassen die vollständige Einstellung der Urananreicherung und die Kürzung des iranischen Raketenprogramms. Bereits im Januar wurde die Flugzeugträgerkampfgruppe USS Abraham Lincoln in die Region verlegt, wodurch die Zahl der Lenkwaffenzerstörer auf sechs stieg.

Parallel zu den militärischen Drohgebärden laufen im Oman Gespräche zwischen beiden Seiten. Der Iran hat angeboten, seine Urananreicherung auf niedrigem Niveau zu begrenzen, während die USA jegliche Anreicherung seit dem Scheitern des Atomabkommens 2018 ablehnen. Beide Parteien verharren in einer Sackgasse, während Trump gleichzeitig den finanziellen Druck auf die bereits durch Sanktionen geschwächte iranische Wirtschaft erhöht.

Regimewechsel als unrealistische Option

Ali Vaez, Direktor des Iran-Projekts bei der Crisis Group, bezeichnet Trump als "bekanntermaßen unberechenbar", betont jedoch, dass der Präsident sich bewusst sei, dass "die Iran-Problematik keine sauberen und einfachen militärischen Optionen zulässt". Ein Regimewechsel würde laut Experten ein militärisches Engagement erfordern, das mindestens dem Niveau des Irak-Krieges entspricht – ein Szenario, das Trump kaum befürworten dürfte.

Die Macht im Iran konzentriert sich auf Ajatollah Chamenei, der seit drei Jahrzehnten die oberste Autorität innehat. Unterstützt wird er von den iranischen Revolutionsgarden (IRGC), die eine Schlüsselrolle in der Außenpolitik spielen. Selbst wenn die USA Chamenei absetzen könnten, bliebe die Frage offen, wie mit den IRGC zu verfahren wäre. Der Irak-Krieg zwischen 2003 und 2011 kostete 4.500 US-Soldaten das Leben – eine Bilanz, die Trump vermeiden möchte.

Atomare Anlagen im Fokus

Nach US-Angriffen auf drei wichtige Atomanlagen im vergangenen Jahr behauptete das Weiße Haus, die iranischen Nuklearanlagen seien "ausgelöscht" worden. Eine Analyse der New York Times zeigt jedoch, dass der Iran zwar Schäden an Standorten für ballistische Raketen schnell reparierte, an den Hauptatomanlagen aber nur "begrenzte Ausbesserungen" vornahm. Teheran beteuert seit langem, keine Pläne zur Entwicklung von Atomwaffen zu haben.

Ob diese Standorte erneut Ziel eines Angriffs würden, bleibt unklar. Vaez warnt: "Beide Optionen dürften zu einer unverhältnismäßigen iranischen Vergeltung führen, die die Konfrontation dann in einen regionalen Flächenbrand verwandeln könnte." Der Iran hat bereits Vergeltung für den Fall eines US-Angriffs geschworen.

Michael Rubin vom American Enterprise Institute argumentiert, dass "die Kosten eines Verzichts auf einen Angriff enorm wären". Trumps Vermächtnis könnte das eines Präsidenten sein, "der dem Iran den Weg zur Atommacht ebnete". Trotz dieser Warnung bleiben die militärischen Optionen begrenzt – ein Dilemma, das die Ölmärkte weiterhin in Atem hält und die geopolitische Unsicherheit in der Region verschärft.

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