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Ölpreise unter Druck: US-Iran-Gespräche im Fokus der Märkte

Brent und WTI steuern auf Wochenverluste zu, während Investoren auf Entspannung im Nahen Osten hoffen.

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Ölpreise unter Druck: US-Iran-Gespräche im Fokus der Märkte

Die Ölpreise gaben am Freitag im asiatischen Handel nach und steuerten auf deutliche Wochenverluste zu. Brent-Öl stabilisierte sich bei 67,58 Dollar pro Barrel, während WTI-Rohöl leicht um 0,1 Prozent auf 63,09 Dollar zulegte. Beide Sorten notieren für die Woche zwischen 2,5 und 4 Prozent im Minus.

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen die für Freitag angesetzten Gespräche zwischen US-amerikanischen und iranischen Vertretern im Oman. Die Märkte hoffen auf eine Deeskalation der militärischen Spannungen im Nahen Osten, nachdem Washington mindestens zwei Marineflotten in die Region entsandt hatte. Diese Erwartung veranlasste Händler, einen Teil der Risikoprämie aus den Rohölpreisen herauszunehmen.

Allerdings zeigten sich bereits vor den Gesprächen Meinungsverschiedenheiten. Der Iran lehnte die US-Forderung ab, sein Raketenarsenal zu diskutieren, und bestand darauf, dass sich die Verhandlungen ausschließlich auf Teherans nukleare Ambitionen beschränken würden. Die Bedeutung für den Ölmarkt ist erheblich: Der Iran ist ein wichtiger Produzent und kontrolliert die Straße von Hormus – eine der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten für Rohöl.

Gewinnmitnahmen nach starker Rally

Die aktuellen Verluste folgen auf eine bemerkenswerte Aufwärtsbewegung von sechs aufeinanderfolgenden Wochen. Zunächst hatten extreme Wetterbedingungen in den USA die Produktion beeinträchtigt und die Preise gestützt. Auch Produktionsausfälle in Kasachstan sowie die Sorge vor einem größeren Konflikt im Nahen Osten trieben die Notierungen nach oben.

In dieser Woche nahmen Investoren jedoch Gewinne mit. Zusätzlichen Druck übte ein erstarkender Dollar aus, der auf seine stärkste Woche seit Oktober zusteuert. Hintergrund ist die Nominierung von Kevin Warsh als nächsten Fed-Vorsitzenden durch US-Präsident Donald Trump. Die Märkte bewerten Warsh als weniger expansiv ausgerichtet als erwartet, was den Dollar stärkte und auf Rohstoffpreise lastete.

Ausblick bleibt von geopolitischen Risiken geprägt

Die weitere Entwicklung der Ölpreise dürfte maßgeblich vom Ausgang der US-Iran-Gespräche abhängen. Sollten die Verhandlungen zu einer Entspannung führen, könnte die Risikoprämie weiter sinken. Scheitern die Gespräche jedoch oder eskaliert die Lage im Nahen Osten, wäre mit einem erneuten Preisanstieg zu rechnen. Anleger bleiben daher wachsam und beobachten die geopolitische Entwicklung in der strategisch wichtigen Region genau.

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