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OPEC erwartet sinkende Nachfrage nach OPEC+-Rohöl im zweiten Quartal

Prognose zeigt Rückgang um 400.000 Barrel pro Tag trotz stabiler Weltmarkterwartungen für 2026 und 2027.

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OPEC erwartet sinkende Nachfrage nach OPEC+-Rohöl im zweiten Quartal

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) rechnet für das zweite Quartal 2026 mit einem Rückgang der weltweiten Nachfrage nach OPEC+-Rohöl. Laut dem am Mittwoch veröffentlichten monatlichen Ölmarktbericht wird die Nachfrage um 400.000 Barrel pro Tag (bpd) gegenüber dem ersten Quartal sinken.

Die OPEC prognostiziert für die Monate April bis Juni eine durchschnittliche Nachfrage von 42,20 Millionen bpd. Im ersten Quartal lag die Prognose noch bei 42,60 Millionen bpd. Beide Werte blieben im Vergleich zum Vormonatsbericht unverändert, was auf eine stabile Einschätzung der Marktlage hindeutet.

Die OPEC+-Gruppe, zu der neben den OPEC-Mitgliedern auch Russland und weitere Verbündete gehören, hatte 2025 nach mehrjährigen Förderkürzungen wieder mit Produktionssteigerungen begonnen. Angesichts der Gefahr eines Überangebots wurden die geplanten Erhöhungen für das erste Quartal 2026 jedoch ausgesetzt.

Entscheidung über Fördererhöhungen steht bevor

Am 1. März werden acht OPEC+-Mitgliedsländer zusammenkommen, um über eine mögliche Wiederaufnahme der Fördererhöhungen ab April zu beraten. Die Entscheidung wird mit Spannung erwartet, da sie maßgeblichen Einfluss auf die globalen Ölpreise haben könnte.

Die OPEC hält an ihren optimistischen Prognosen für die weltweite Ölnachfrage fest. Für 2026 erwartet die Organisation ein Wachstum von 1,38 Millionen bpd, für 2027 von 1,34 Millionen bpd. Diese Schätzungen liegen deutlich über den Prognosen anderer Analysten wie der Internationalen Energieagentur (IEA).

Aktuelle Fördermengen unter Vormonatsniveau

Im Januar 2026 förderte die OPEC+ insgesamt 42,45 Millionen bpd – ein Rückgang von 439.000 bpd gegenüber Dezember 2025. Laut OPEC-Bericht sind für diesen Rückgang hauptsächlich Kürzungen in Kasachstan, Russland, Venezuela und dem Iran verantwortlich.

Für deutsche Anleger und Unternehmen sind diese Entwicklungen von besonderer Bedeutung, da sie direkten Einfluss auf Energiekosten und Inflation haben. Die Entscheidungen der OPEC+ wirken sich unmittelbar auf die Preise an den Tankstellen und in der Industrie aus.

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