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Iran greift saudi-arabische Ölinfrastruktur an: Produktion bricht massiv ein

Iranische Angriffe auf Pipeline und Förderanlagen reduzieren Saudi-Arabiens Ölproduktion um insgesamt 1,3 Millionen Barrel täglich.

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Iran greift saudi-arabische Ölinfrastruktur an: Produktion bricht massiv ein

Iranische Angriffe haben die saudi-arabische Energieinfrastruktur schwer getroffen. Eine Pumpstation der strategisch wichtigen Ost-West-Pipeline wurde beschädigt, wodurch der Durchsatz um 700.000 Barrel pro Tag (bpd) einbrach. Diese Pipeline transportiert Rohöl von Verarbeitungsanlagen nahe dem Persischen Golf zum Exportterminal Yanbu am Roten Meer und verfügt über eine Gesamtkapazität von 7 Millionen bpd.

Die Ost-West-Pipeline ist für Saudi-Arabien derzeit der wichtigste Exportweg für Rohöl, da das Königreich aufgrund iranischer Angriffe nicht mehr über die Straße von Hormus exportieren kann. Der Angriff auf die Pumpstation wurde von der staatlichen saudi-arabischen Nachrichtenagentur bestätigt und stellt einen gezielten Schlag gegen das Herzstück der saudischen Exportlogistik dar.

Förderanlagen Manifa und Khurais ebenfalls betroffen

Zusätzlich zum Pipeline-Angriff wurden die saudi-arabischen Produktionsanlagen Manifa und Khurais attackiert. Laut einem Bericht der Saudi Press Agency reduzierten diese Angriffe die Fördermenge des Königreichs um weitere 600.000 bpd. Auch mehrere Raffinerien wurden angegriffen, was die Schäden an der saudischen Energieinfrastruktur weiter vertieft.

In der Summe bedeutet dies einen Produktionsausfall von mindestens 1,3 Millionen Barrel pro Tag allein für Saudi-Arabien. Die Schäden verschärfen die ohnehin massiven Störungen der weltweiten Ölversorgung, die durch iranische Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus ausgelöst wurden.

Straße von Hormus: Waffenstillstand ohne Wirkung

Die USA stimmten am Dienstag einem zweiwöchigen Waffenstillstand zu, im Gegenzug dafür, dass der Iran Schiffen die Durchfahrt durch die Meerenge gestattet. Doch die Realität sieht anders aus: Sultan Ahmed Al Jaber, CEO der Abu Dhabi National Oil Co., erklärte am Donnerstag, dass die Meerenge für den Verkehr faktisch weiterhin geschlossen bleibe. Der Iran habe deutlich gemacht, dass Schiffe seine ausdrückliche Erlaubnis einholen müssen, um die Wasserstraße zu passieren.

Die Straße von Hormus ist von enormer globaler Bedeutung. Etwa 20 Prozent der weltweiten Ölvorräte passierten die Wasserstraße, bevor die USA und Israel den Iran am 28. Februar angriffen. Sie verbindet die großen Ölproduzenten am Golf – darunter Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate – mit den Weltmärkten.

Globale Ölversorgung unter massivem Druck

Die Folgen für den globalen Ölmarkt sind gravierend. Die Ölproduzenten am Golf haben aufgrund der Störungen in der Meerenge die Produktion um etwa 13 Millionen bpd gedrosselt, wie Matt Smith, Öl-Analyst beim Datenanbieter Kpler, am Donnerstag in einem Interview mit CNBC erklärte. Diese Zahl verdeutlicht das Ausmaß der Krise für die weltweite Energieversorgung.

Für deutsche Verbraucher und Anleger sind diese Entwicklungen von unmittelbarer Relevanz. Europa ist auf Ölimporte aus dem Nahen Osten angewiesen, und anhaltende Störungen in der Straße von Hormus sowie Schäden an der saudischen Infrastruktur dürften den Druck auf die globalen Energiepreise weiter erhöhen. Die Lage bleibt äußerst angespannt und unberechenbar.

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