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Infosys erwartet kaum Folgen durch US-PERM-Aussetzung

Indiens zweitgrößtes IT-Unternehmen sieht keine wesentlichen Auswirkungen durch den US-Ausschluss vom Greencard-Programm.

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Infosys erwartet kaum Folgen durch US-PERM-Aussetzung

Infosys, Indiens zweitgrößtes IT-Unternehmen, hat am Samstag mitgeteilt, dass es keine wesentlichen Auswirkungen durch die Aussetzung des US-amerikanischen PERM-Verfahrens erwartet. Die US-Regierung hatte zuvor angekündigt, mehrere große globale Technologie- und IT-Unternehmen – darunter Infosys – vom sogenannten PERM-Greencard-Programm auszuschließen. Die Bekanntmachung der US-Regierung erfolgte am Donnerstag und sorgte in der Branche für Aufmerksamkeit.

Das PERM-Programm (Permanent Labor Certification) ermöglicht es ausländischen Fachkräften, über ihr Beschäftigungsverhältnis eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in den USA zu erhalten. Für IT-Unternehmen, die stark auf internationale Fachkräfte angewiesen sind, ist dieses Programm ein wichtiges Instrument zur Gewinnung und Bindung von Talenten auf dem US-Markt. Der Ausschluss vom Programm kann daher erhebliche operative Konsequenzen für betroffene Unternehmen haben.

Infosys zeigt sich kooperationsbereit

Infosys reagierte auf die Entwicklung mit einer offiziellen Mitteilung an die Börse. „Wir begrüßen die Gelegenheit, mit dem Arbeitsministerium und den zuständigen Regierungsbehörden zusammenzuarbeiten, um eventuelle Fragen zu beantworten", erklärte das Unternehmen. Der Ton der Stellungnahme signalisiert Gesprächsbereitschaft und den Willen zur Klärung offener Punkte mit den US-Behörden.

Trotz der Ankündigung der US-Regierung bewertet Infosys die Lage für sich selbst als beherrschbar. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Aussetzung keine wesentlichen geschäftlichen Auswirkungen haben wird. Diese Einschätzung dürfte Anleger und Marktbeobachter vorerst beruhigen, da Infosys zu den bedeutendsten IT-Dienstleistern weltweit zählt und stark im US-Markt vertreten ist.

Hintergrund: Bedeutung des US-Marktes für indische IT-Konzerne

Für indische IT-Unternehmen wie Infosys ist der US-amerikanische Markt traditionell der wichtigste Absatzmarkt. Viele dieser Unternehmen entsenden Fachkräfte aus Indien in die USA, um Projekte vor Ort bei Kunden zu betreuen. Das PERM-Verfahren spielt dabei eine zentrale Rolle, da es langfristige Beschäftigungsverhältnisse in den USA rechtlich absichert.

Die Aussetzung des Programms für bestimmte Unternehmen ist Teil einer breiteren Debatte in den USA über Einwanderungspolitik und den Einsatz ausländischer Arbeitskräfte im Technologiesektor. Neben Infosys sind laut der US-Regierung weitere große globale Technologie- und IT-Unternehmen von der Maßnahme betroffen. Welche weiteren Unternehmen konkret ausgeschlossen wurden, geht aus der vorliegenden Mitteilung nicht hervor.

Für Anleger bleibt die Situation bei Infosys vorerst überschaubar. Das Unternehmen hat klar kommuniziert, dass es den Dialog mit den US-Behörden sucht und keine gravierenden Folgen für das operative Geschäft erwartet. Die weitere Entwicklung im Verhältnis zwischen Infosys und dem US-Arbeitsministerium bleibt dennoch ein Faktor, den Investoren im Blick behalten sollten.

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