Inflation in Deutschland sinkt im März leicht
Lebensmittel und Dienstleistungen verteuern sich weiter, Energiepreise sorgen für Entlastung

Die Inflationsrate in Deutschland hat sich im März 2025 leicht verringert. Nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamts lag die Teuerungsrate bei 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Februar betrug sie noch 2,3 Prozent. Diese Veränderung zeigt eine leichte Abschwächung des Preisdrucks auf die Verbraucher. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise im März um 0,3 Prozent. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung waren weiterhin die Nahrungsmittel, deren Preise um 2,4 Prozent anstiegen. Auch die Preise für Dienstleistungen zogen im Jahresvergleich um 3,8 Prozent an.
Die Preisentwicklung im Energiesektor verlief im März hingegen in die entgegengesetzte Richtung. Energie verteuerte sich um lediglich 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was einer moderaten Entlastung für die Verbraucher entspricht. Insbesondere die Kosten für Tanken und Heizen gingen zurück. So verbilligte sich Energie im März um 2,8 Prozent. In den drei Monaten zuvor lagen die Preise für Energie jeweils 1,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.
Trotz der leichten Rückkehr der Inflationsrate auf einen niedrigeren Wert bleibt die Situation weiterhin angespannt, vor allem aufgrund der Preisentwicklung bei Lebensmitteln und Dienstleistungen. Ökonomen, die von der Nachrichtenagentur Reuters befragt wurden, hatten bereits mit einem Rückgang auf 2,2 Prozent gerechnet und sahen die Schätzung bestätigt. Michael Heise, Chefökonom bei HQ Trust, sieht in den gesunkenen Energiepreisen eine wichtige Entlastung für die Verbraucher. Diese Entwicklung helfe, die Inflation zu dämpfen, insbesondere nach den massiven Preisanstiegen in den Jahren 2021 bis 2023.
Ralph Solveen von der Commerzbank hingegen betont, dass nicht die Energiepreise für die gesunkene Inflationsrate verantwortlich seien. Seiner Ansicht nach sei die Kernteuerungsrate ohne die schwankenden Preise für Energie und Nahrungsmittel von 2,7 Prozent auf 2,5 Prozent gesenkt worden. Laut Solveen fällt es den Unternehmen im Dienstleistungssektor zunehmend schwerer, ihre höheren Lohnkosten an die Kunden weiterzugeben, was die Inflationsrate dämpfe.
