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Inflation in der Türkei sinkt unter 50 Prozent

Bildung und Wohnkosten bleiben die zentralen Preistreiber

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Inflation in der Türkei sinkt unter 50 Prozent

Die Inflationsrate in der Türkei ist im September auf 49,38 Prozent gesunken und liegt damit erstmals unter der aktuellen Höhe des Leitzinses. Trotz dieses Rückgangs bleibt die Teuerungsrate im Vergleich zum Vorjahresmonat weiterhin auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. Im Vergleich zum August betrug der Anstieg der Verbraucherpreise 2,97 Prozent, wie das türkische Statistikamt am Donnerstag mitteilte.

Beide Werte übertrafen die Erwartungen von Ökonomen, die von Reuters befragt wurden. Diese hatten für den Vorjahresvergleich mit einer Teuerungsrate von 48,3 Prozent gerechnet, während für den Vergleich mit dem Vormonat eine Steigerung von lediglich 2,2 Prozent prognostiziert wurde.

Zu den stärksten Preistreibern zählen die Bildungsausgaben, die im Jahresvergleich um 93,59 Prozent gestiegen sind. Die Wohnkosten verzeichneten einen Anstieg um 97,9 Prozent und trugen damit maßgeblich zur hohen Inflationsrate bei. Auch die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke stiegen erheblich und lagen im September 43,72 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Um die hohe Inflation einzudämmen, hatte die türkische Zentralbank ihren Leitzins bereits auf 50 Prozent erhöht. Auf diesem Niveau verharrt der Zinssatz seit sechs Monaten. Diese straffe Geldpolitik führte zu höheren Finanzierungskosten, die wiederum die Nachfrage senkten und somit den Preisauftrieb bremsten. Aufgrund der nun nachlassenden Inflation rechnen viele Ökonomen damit, dass die Zentralbank im November eine Senkung der Zinsen vornehmen könnte.

TürkeiInflationWirtschaftGeldpolitik

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