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Indiens Zetwerk reicht vertraulich IPO-Unterlagen bei Börsenaufsicht ein

Der indische Auftragsfertiger strebt eine Bewertung von rund vier Milliarden Dollar an.

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Indiens Zetwerk reicht vertraulich IPO-Unterlagen bei Börsenaufsicht ein

Zetwerk, ein indischer Auftragsfertiger für Elektronik und Industrieprodukte, hat vertraulich Unterlagen für einen Börsengang bei der indischen Wertpapieraufsichtsbehörde SEBI eingereicht. Das Unternehmen plant, bis zu 550 Millionen Dollar einzusammeln und dabei eine Bewertung von rund vier Milliarden Dollar zu erzielen. Die Börsennotierung soll noch im laufenden Jahr erfolgen.

Der geplante IPO setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Rund 300 Millionen Dollar sollen als frisches Eigenkapital in das Unternehmen fließen, der verbleibende Betrag entfällt auf ein Aktienangebot bestehender Anteilseigner. In Indien erlaubt ein vertrauliches Verfahren Unternehmen, Entwürfe der IPO-Unterlagen bei der SEBI zur Prüfung einzureichen, ohne diese öffentlich zugänglich zu machen – solange die endgültige Entscheidung zur Emission noch aussteht.

Indiens IPO-Markt unter Druck

Der indische Kapitalmarkt gilt laut LSEG-Daten als weltweit zweitgrößter Markt für Börsengänge im Jahr 2025. Die Stimmung hat sich jedoch zuletzt eingetrübt: Ein Ausverkauf bei Aktien von Technologiedienstleistern belastete das Marktumfeld. Jüngste Börsendebüts wie Fractal Analytics und Shadowfax Technologies kämpften bei ihrem Markteintritt mit erheblichen Schwierigkeiten.

Zetwerk wurde 2018 gegründet und hat sich als vielseitiger Auftragsfertiger etabliert. Das Unternehmen beliefert Branchen von der Unterhaltungselektronik über die Automobilindustrie bis hin zur Luft- und Raumfahrt sowie dem Verteidigungssektor. Zum Kundenkreis zählen namhafte Konzerne wie Samsung, Volvo und Honeywell.

Das Unternehmen betreibt mehr als zehn Produktionsstätten in Indien, den USA, Mexiko und Europa und verfügt damit über eine breite internationale Fertigungsbasis. Für deutsche Anleger ist Zetwerk besonders interessant, da es als Zulieferer in globalen Lieferketten agiert, die auch europäische Industriekonzerne einschließen.

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