McCormick übertrifft Quartalsumsatz dank Trend zum Heimkochen
Der Gewürzhersteller McCormick überzeugt mit starken Q1-Zahlen und profitiert von preisbewussten Verbrauchern.

McCormick, der weltweit führende Gewürz- und Würzmittelhersteller, hat im ersten Quartal die Umsatzerwartungen klar übertroffen. Der Konzern erzielte einen Quartalsumsatz von 1,87 Milliarden US-Dollar – deutlich mehr als die von Analysten prognostizierten 1,79 Milliarden Dollar. Treiber des Wachstums ist ein anhaltender Trend: Verbraucher kochen zunehmend zu Hause, anstatt in Restaurants zu essen.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 66 Cent und übertraf damit die Konsensschätzung von 59 Cent ebenfalls deutlich. Die McCormick-Aktie legte im vorbörslichen Handel in New York um 1,4 Prozent zu. Das in Hunt Valley, Maryland, ansässige Unternehmen bestätigte zudem seine Jahresziele – ebenso wie der US-Lebensmittelkonzern General Mills.
Das Unternehmen investierte gezielt in Markenmarketing sowie in Technologie und Innovation, was die Nachfrage nach seinen Produkten weiter stärkte. Zu den bekanntesten Marken von McCormick zählt unter anderem die Cholula-Saucenlinie.
Preiserhöhungen gleichen Zollbelastungen aus
Trotz des Umsatzwachstums sank das Gesamtabsatzvolumen im Berichtszeitraum um 0,7 Prozent. Gleichzeitig erhöhte McCormick seine Preise um 1,9 Prozent, um gestiegene Kosten aufzufangen. Der Konzern bezieht wichtige Rohstoffe wie Pfeffer, Gewürze und Kräuter aus dem Ausland und ist damit von internationalen Handelsströmen abhängig.
Die Zollpolitik der USA belastet das Unternehmen spürbar: Laut eigenen Angaben ist die Hälfte der zusätzlichen Zölle auf McCormick-Produkte nach wie vor in Kraft. Mit gezielten Preisanpassungen versucht der Konzern, seine Margen zu stabilisieren und die Mehrkosten zumindest teilweise weiterzugeben.
Milliardenfusion mit Unilever-Lebensmittelsparte geplant
Ein weiteres zentrales Thema ist die geplante Fusion mit der Lebensmittelsparte des britischen Konsumgüterriesen Unilever. Unilever hatte die Abspaltung dieses Geschäftsbereichs beschlossen, der Marken wie Knorr und Hellmann's umfasst. Die Transaktion wird als kombiniertes Bar- und Aktiengeschäft abgewickelt und bewertet die Unilever-Lebensmittelsparte mit rund 44,8 Milliarden US-Dollar.
Die Übernahme würde McCormick zu einem der bedeutendsten Lebensmittelkonzerne weltweit machen. Für Anleger bleibt die Integration der umfangreichen Unilever-Marken der entscheidende Faktor für die langfristige Kursentwicklung.
