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Hongkong will mit Gold-Zentrum Rohstoffhandel und Yuan stärken

Asiens Finanzmetropole will mit einem globalen Goldhub den Rohstoffsektor beleben und die Yuan-Nutzung ausweiten.

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Hongkong will mit Gold-Zentrum Rohstoffhandel und Yuan stärken

Hongkong treibt seine Ambitionen zum Aufbau eines globalen Gold-Zentrums voran. Laut dem ersten Fünfjahresplan der Stadt soll dies ein „Einstiegspunkt“ für den Handel mit anderen Rohstoffen und die Ausweitung der Nutzung des Yuan auf den Weltmärkten werden. Das am Mittwoch veröffentlichte Regierungsdokument legt die strategischen Prioritäten dar.

Die Stadt werde die „Rolle von Gold als strategischem Vermögenswert voll ausschöpfen“, indem sie ein zentrales Gateway für die Lagerung, den Handel und das Clearing des Edelmetalls entwickelt. Hongkong positioniert sich damit als ernstzunehmender Konkurrent zu etablierten Handelsplätzen wie London.

Anbindung an die chinesischen Goldmärkte

Der Plan sieht den Aufbau eines gegenseitigen Marktzugangs mit den Goldmärkten des chinesischen Festlands vor. Konkret genannt werden die Shanghai Gold Exchange und die Shanghai Futures Exchange. Ziel ist es, die Vielfalt der auf Yuan lautenden Produkte zu erhöhen und damit die internationale Rolle der chinesischen Währung zu stärken.

Hongkongs Rolle im globalen Lagernetzwerk der London Metal Exchange (LME) für Basismetalle soll zudem dazu beitragen, den Rohstoffhandel, das Risikomanagement und die Finanzierung weiter voranzutreiben. Die Stadt verfügt bereits über eine etablierte Infrastruktur für den Metallhandel.

Gold-Clearing-System und Zentralbank-Reserven

Bereits im Juli hat Hongkong mit dem Testlauf eines neuen Gold-Clearing-Systems begonnen. Damit macht die Stadt Fortschritte in ihrem Bestreben, traditionellen Handelsplätzen wie London Marktanteile abzunehmen. Ein effizientes Clearing-System ist eine wesentliche Voraussetzung für einen liquiden Goldhandelsplatz.

Die People's Bank of China lagert verstärkt Gold in Hongkong. Zudem lädt die Stadt andere Zentralbanken dazu ein, ihre Goldreserven dorthin zu verlagern. Dies unterstreicht Hongkongs Anspruch, ein zentraler Knotenpunkt für die Verwahrung von Zentralbankgold zu werden.

Zugang zum weltgrößten Goldverbraucher

Eine engere Verbindung zwischen Hongkong und dem chinesischen Festland dürfte Händlern den Zugang zum weltweit größten Goldverbraucher erleichtern. China kontrolliert Goldimporte streng, während Exporte weitgehend verboten sind. Hongkong als Sonderverwaltungszone bietet hier einen strategischen Zugang.

Die Stadt werde „umfassende Unterstützung für weitere Goldhändler und Finanzinstitute bieten, um ihre Präsenz in Hongkong zu etablieren“, heißt es in dem Dokument. Die Regierung prüfe zudem weitere „Vorzugskonditionen“ für die Branche.

Strategische Bedeutung für den Yuan

Die Initiative ist auch vor dem Hintergrund der internationalen Bestrebungen Chinas zu sehen, den Yuan als globale Handels- und Reservewährung zu etablieren. Ein florierender Goldhandel in Hongkong, der auf Yuan lautet, könnte die Nachfrage nach der chinesischen Währung auf den internationalen Märkten erhöhen.

Für deutsche Anleger und Rohstoffhändler ist die Entwicklung relevant, da sie langfristig die Preisbildung und Handelsströme auf den globalen Goldmärkten beeinflussen könnte. Ein neuer großer Handelsplatz in Asien würde die bestehende Dominanz Londons und New Yorks herausfordern.

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