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Hathaway rät Goldproduzenten: Reserven-Erneuerung vor Aktionärsverwässerung bei Wachstumsinvestitionen

Sprott-Managing-Partner John Hathaway empfiehlt cash-reichen Goldproduzenten, Aktienrückkäufe bei schwachen Kursen mit Investitionen in den Reservenersatz zu kombinieren.

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Hathaway rät Goldproduzenten: Reserven-Erneuerung vor Aktionärsverwässerung bei Wachstumsinvestitionen

John Hathaway, Managing Partner bei Sprott Asset Management, hat in einem Video vom Gipfeltreffen in Colorado seine Sicht auf die Kapitalallokation von Goldproduzenten dargelegt. Seine Kernbotschaft: Cash-reiche Goldproduzenten sollten die Erneuerung ihrer Reserven an erste Stelle setzen und gleichzeitig eine Verwässerung der Aktionäre vermeiden, während sie in Wachstum investieren.

Hathaway positioniert damit die Reserven-Erneuerung klar vor anderen Verwendungsmöglichkeiten des freien Cashflows. Für Bergbauunternehmen ist der Ersatz abgebauter Reserven eine zentrale Kennzahl, denn ohne neue Reserven schrumpft die Produktionsbasis über die Jahre. Ein Produzent, der seine Reserven nicht erneuert, verliert langfristig an Substanz – unabhängig davon, wie hoch die aktuellen Edelmetallpreise gerade stehen.

Aktienrückkäufe bei schwächeren Kursen

Konkret befürwortet Hathaway eine Kombination aus zwei Maßnahmen: Aktienrückkäufe bei schwächeren Kursen und Investitionen in den Ersatz abgebauter Reserven. Der Gedanke dahinter ist, dass ein Unternehmen bei einem niedrigen Aktienkurs eigene Anteile günstig zurückkaufen kann, während es parallel in die Erneuerung seiner Reservenbasis investiert. Beide Bausteine sollen sich also ergänzen und nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Die Verwässerung der Aktionäre ist dabei der zentrale Punkt, den Hathaway vermeiden will. Eine Verwässerung entsteht, wenn ein Unternehmen neue Aktien ausgibt, um Projekte oder Zukäufe zu finanzieren. Für bestehende Aktionäre sinkt dadurch der Anteil am Unternehmen und damit auch der Anteil an künftigen Erträgen. Cash-reiche Produzenten haben laut Hathaway die Möglichkeit, Wachstum ohne diesen Weg zu stemmen.

Für deutsche Anleger ist die Aussage insofern relevant, als Goldproduzenten-Aktien hierzulande als Beimischung zu klassischen Goldinvestments beliebt sind. Wer in Bergbauunternehmen investiert, sollte die Kapitalallokation des Managements im Blick behalten – also die Frage, ob überschüssiges Geld in Reserven, Rückkäufe, Dividenden oder Zukäufe fließt. Genau hier setzt Hathaways Argumentation an.

Ein klassischer Interessenkonflikt im Bergbau

Die Empfehlung berührt einen wiederkehrenden Interessenkonflikt der Branche. Managements stehen vor der Wahl, freie Mittel für organisches Wachstum, für Übernahmen, für Ausschüttungen oder für Aktienrückkäufe einzusetzen. Hathaway plädiert in diesem Spannungsfeld dafür, die Reservenbasis zu sichern und zugleich den Anteilseignern nicht durch die Ausgabe neuer Aktien zu schaden. Damit stellt er die langfristige Substanz des Unternehmens über kurzfristige Effekte.

Der Beitrag stammt aus einem Video des Gipfeltreffens in Colorado und wurde vom Fachmedium Northern Miner veröffentlicht. Der vollständige Inhalt des Berichts ist hinter einer Bezahlschranke des Anbieters zugänglich; der frei verfügbare Teil endet mit dem Hinweis auf eine Mitgliedschaft. Für Anleger bleibt die Kernaussage dennoch klar: Reserven-Erneuerung und der Schutz bestehender Aktionäre haben bei cash-starken Goldproduzenten Priorität.

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