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Großbritannien kurz vor Freihandelsabkommen mit Golf-Kooperationsrat

Wirtschaftsminister Kyle kündigt baldige Einigung mit sechs Golfstaaten an – Prinz William könnte Deal besiegeln

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Großbritannien kurz vor Freihandelsabkommen mit Golf-Kooperationsrat

Das Vereinigte Königreich steht unmittelbar vor dem Abschluss eines Freihandelsabkommens mit dem Golf-Kooperationsrat (GCC). Wirtschafts- und Handelsminister Peter Kyle kündigte am Donnerstag auf dem UK Trade and Export Finance Forum an, dass eine offizielle Bekanntgabe "unmittelbar bevorstehe". Konkrete Details nannte der Minister jedoch nicht.

Dem GCC gehören sechs wirtschaftsstarke Golfstaaten an: Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Region gilt als wichtiger Handelspartner mit erheblichem wirtschaftlichem Potenzial für britische Exporteure. Ein Freihandelsabkommen würde Zölle senken und den Marktzugang für beide Seiten erleichtern.

Verhandlungen seit 2022 im Gang

Die Gespräche zwischen London und dem GCC begannen bereits 2022 unter der konservativen Vorgängerregierung von Rishi Sunak. Seitdem kam es jedoch zu mehreren Verzögerungen. Ursprünglich hofften britische Unterhändler, vor Weihnachten 2024 eine Einigung zu erzielen – diese Frist verstrich allerdings ohne Ergebnis.

Die Labour-Regierung unter Premierminister Keir Starmer setzt die Verhandlungen nun mit Nachdruck fort. Das Abkommen fügt sich in die Handelsstrategie der Regierung ein, die bereits Vereinbarungen mit der Europäischen Union, Indien und den Vereinigten Staaten anstrebt.

Prinz William als diplomatischer Türöffner

Eine besondere Note erhält die Situation durch den bevorstehenden Besuch von Prinz William in Saudi-Arabien nächste Woche. Der britische Thronfolger wird das Königreich bereisen, um die bilateralen Beziehungen zu vertiefen und die Verteidigungszusammenarbeit zu intensivieren.

Beobachter spekulieren, dass der royale Besuch den passenden Rahmen für eine feierliche Verkündung des Handelsabkommens bieten könnte. Die britische Krone spielt traditionell eine wichtige Rolle in der Wirtschaftsdiplomatie, insbesondere im Nahen Osten.

Für britische Unternehmen würde das Abkommen neue Exportchancen in einer der kaufkräftigsten Regionen der Welt eröffnen. Die GCC-Staaten importieren jährlich Waren und Dienstleistungen im Wert von mehreren Hundert Milliarden Dollar.

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