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Greenspan gestorben, Iran-Deal und Starmer-Rücktritt im Überblick

Fünf Themen bewegen die Märkte: Alan Greenspan verstorben, US-Iran-Fahrplan, Starmers Rücktritt und mehr.

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Greenspan gestorben, Iran-Deal und Starmer-Rücktritt im Überblick

Die Finanzmärkte starten mit positiven Vorzeichen in die neue Woche. Die Aktien-Futures notieren höher, nachdem alle drei wichtigen US-Indizes die vergangene Woche mit Gewinnen abgeschlossen haben. Gleich mehrere bedeutende Ereignisse prägen den Handelsstart – von geopolitischen Entwicklungen bis hin zum Tod einer Zentralbank-Legende.

Alan Greenspan im Alter von 100 Jahren verstorben

Der ehemalige Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve, Alan Greenspan, ist gestorben. Er erlag Komplikationen infolge einer Parkinson-Erkrankung, wie seine Frau am Montag mitteilte. Greenspan wurde 100 Jahre alt.

In seiner 19-jährigen Amtszeit an der Spitze der Fed steuerte Greenspan die amerikanische Geldpolitik durch einige der turbulentesten Phasen der modernen Wirtschaftsgeschichte. Dazu zählten der Börsenkrach am „Schwarzen Montag" 1987, zwei Rezessionen, die Terroranschläge vom 11. September 2001 sowie der Boom und Bust der Dotcom-Blase. Der als „Maestro" bekannte Notenbanker schrieb 1996 Geschichte, als er die Märkte mit seiner Warnung vor der „irrationalen Übertreibung" der Anleger schockierte – die Blase platzte allerdings erst fünf Jahre später.

US-Iran-Gespräche: Fahrplan für ein Abkommen

Die USA und der Iran haben nach Verhandlungen in der Schweiz „ermutigende Fortschritte" auf dem Weg zu einem endgültigen Abkommen erzielt. Die Vermittler Katar und Pakistan gaben am Montag bekannt, dass ein Fahrplan vereinbart wurde, der Bemühungen zur Beendigung der Feindseligkeiten im Libanon umfasst. Zudem einigten sich die Parteien auf die Einrichtung eines „High Level Committee" zur Überwachung weiterer Verhandlungen.

Vizepräsident JD Vance erklärte am Montag in der Schweiz, der Iran habe zugestimmt, Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) wieder ins Land zu lassen. Die Einigung erfolgte trotz Drohungen von Präsident Donald Trump, den Iran „erneut sehr hart zu treffen", falls Teheran seine Verbündeten im Libanon nicht zur Zurückhaltung bewege. Der Öltankerverkehr in der Straße von Hormus hatte nach einer teilweisen Wiederöffnung zuletzt wieder Einschränkungen erfahren – der Iran schloss die Passage am Samstag als Reaktion auf israelische Angriffe im Libanon erneut. Die Ölpreise reagierten auf die Fortschritte bei den Gesprächen mit Abschlägen.

Britischer Premier Starmer kündigt Rücktritt an

Der britische Premierminister Keir Starmer hat angekündigt, als Vorsitzender der Labour-Partei und als Premierminister zurückzutreten. Die Erklärung gab er vor der Downing Street Nr. 10 ab. Auslöser sind das schlechte Abschneiden von Labour bei den jüngsten Kommunalwahlen sowie anhaltende parteiinterne Unruhen über Fiskalpolitik, Sozialreformen und die Ernennung eines Vertrauten von Jeffrey Epstein.

Starmers Nachfolger wird der siebte britische Premierminister in den knapp zehn Jahren seit dem Brexit-Votum sein. Der ehemalige Labour-Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, bestätigte am Montag seine Kandidatur für den Parteivorsitz. Starmer selbst will im Amt bleiben, bis sein Nachfolger offiziell gewählt ist.

Fed unter neuem Vorsitzenden Warsh

Anleger erhielten letzte Woche einen ersten Einblick in den geldpolitischen Kurs unter dem neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh. Dieser präsentierte seine Pläne für einen Regimewechsel bei der Zentralbank mit einem deutlich sanfteren Ton als erwartet. Beobachter werten die von Warsh eingesetzten Task Forces als ehrgeizige Kampagne zur Neubewertung des Entscheidungsprozesses der Fed – die scharfe Rhetorik früherer Aussagen blieb jedoch weitgehend aus.

Im Fokus steht am Donnerstag der Bericht zur Kernrate der persönlichen Konsumausgaben (PCE) für Mai. Der Datenpunkt hat nach der Fed-Sitzung der vergangenen Woche noch an Bedeutung gewonnen und wird von Märkten und Notenbank gleichermaßen genau beobachtet.

„Toy Story 5" bricht Kassenrekorde

Abseits der Finanzwelt sorgt Disney und Pixars „Toy Story 5" für Schlagzeilen. Der Animationsfilm spielte am Eröffnungswochenende in den USA 160 Millionen Dollar ein – das erfolgreichste Debüt in der Geschichte der Franchise. Damit belegt der Film den zweiten Platz unter den erfolgreichsten Starts eines Animationsfilms überhaupt, hinter „Incredibles 2" mit über 182 Millionen Dollar im Jahr 2018. Laut EntTelligence sahen rund 11,5 Millionen Kinobesucher den Film am Wochenende, wobei mehr als ein Viertel Premium-Großformat-Vorführungen wählte.

Ausblick auf die Handelswoche

Die wichtigsten Termine der laufenden Woche im Überblick:

  • Dienstag: Quartalszahlen von FedEx (nach Börsenschluss)
  • Mittwoch: Quartalszahlen von Micron (nach Börsenschluss)
  • Donnerstag: Quartalszahlen von Darden Restaurants (nach Börsenschluss), PCE-Daten für Mai
  • Freitag: Verbrauchervertrauen für Juni
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